Das Jahr 1981

17. Januar 1981 Bericht in der Glocke zur Jahreshauptversammlung
Schachverein Rheda von 1931 bietet zum Jubiläum attraktives Programm

Der Rhedaer Schachverein von 1931 erhielt auf seiner Jahreshauptversammlung eine neue Satzung und schaffte damit die Grundlage, als gemeinnütziger Verein anerkannt zu werden. Die Mitglieder stimmten im Vereinslokal Neuhaus der vom ersten Vorsitzenden Heinz Dürkop ausgearbeiteten Satzung zu. Einstimmig und mit viel Beifall wählten die Mitglieder den heute in Österreich lebenden Dr. Alfred Schmidt zum Ehrenvorsitzenden. Dr. Alfred Schmidt leitete den Verein von 1955 bis 1974 mit nur einjähriger Unterbrechung.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Vorbereitungen zum 50jährigen Bestehen des Vereins. Etliche Helfer sind erforderlich, um das interessante und reichhaltige Programm in dieTat umzusetzen. Der Vorstand lobte die Arbeit der aktiv Beteiligten und ging selbst mit vielen Initiativen voran. So werden die geplanten Aktivitäten wie Nordrhein-Westfalen-Kongress, Städtewettkampf, Schachmeeting für Jugendliche, Nordrhein-Westfalen-Blitzmeisterschaft und vieles mehr durch einen Festball gekrönt. Heinz Dürkop, Rigobert Ophoff und Gerhart Voit garantieren für einen reibungslosen Ablauf der Jubiläumsveranstaltungen.
Insgesamt kann der Verein auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die erste Mannschaft erlaubte sich nur eine Niederlage und nimmt den ersten Tabellenplatz ein. Der aktivste Spieler, Norbert Diedam, gewann die Vereinsblitzmeisterschaft und krönte seine Leistungen mit dem Sieg im Bezirks-Dähne-Pokal. Damit qualifizierte er sich für den Ostwestfalen-Lippe-Dähne-Pokal. Bei anderen stark besetzten Turnieren errang er weitere beachtliche Platzierungen. Auch Michael Henkemeier, Dieter Brummel, Frank Erfeldt und Vereinsmeister Rigobert Ophoff vertraten die Rhedaer Farben mit guten Ergebnissen.
Am Ende der Versammlung erwiesen sich die Mitglieder auch als Förderer des Vereins. Auf einer Spendenliste zum goldenen Vereinsjubiläum kam ein stattlicher Betrag zusammen. Der Vorstand dankte allen Förderern und wünschte viel Erfolg bei den Festtagen. Gleichzeitig hofft man, weitere Schachfreunde als Mitglieder zu gewinnen. Gäste sind im Vereinslokal jeden Donnerstag um 20 Uhr willkommen.

4. Januar 1981 Rheda 2 gegen Unter Uns Senne 1
Ergebnis noch unbekannt

 

11. Januar 1981 Rheda 1 verliert gegen Bad Oeynhausen 1 mit 3,5:4,5
Ophoff, Brummel, Erfeldt gewinnen. Diedam remis. Henkemeier , Voit, Stubbe, Bahn verlieren.

 

1. Februar 1981 Rheda 2 bei Gütersloh 2
Ergebnis noch unbekannt

 

8. Februar 1981 Rheda 1 gewinnt bei Bad Essen 1 mit 4,5:3,5
Diedam, Henkemeier, Pohlmann gewinnen. Ophoff, Brummel, Erfeldt remis. Voit, Bergmann verlieren.
 

8. Februar 1981 Rheda 3 gegen Brake 1

Ergebnis noch unbekannt

 

1. März 1981 Rheda 2 gegen Domovina Bielefeld 1

Ergebnis noch unbekannt

 

8. März 1981 Rheda 1 verliert 3,5:4,5  gegen Detmold 1

Diedam Ophoff, Erfeldt gewinnen, Pohlmann remis. Brummel, Voit, Henkemeier, Stubbe verlieren. 

 

8. März 1981 Rheda 3 bei Rochade Bielefeld 6

Ergebnis noch unbekannt

 

29. März 1981 Rheda 2 bei BSK Eckbauer V

Ergebnis noch unbekannt 

 

5. April 1981 Rheda 1 bei Lippstadt 
Ergebnis noch unbekannt

 

3. Mai 1981 Rheda 1 gegen Brakel 1

Ergebnis noch unbekannt

März 1981 Bericht in der Glocke zu einem Turnier in Herzebrock

Rigobert Ophoff gewann Herzebrocker Schachblitzturnier
Zu einem Blitzschachturnier hatte der Schachclub Herzebrock-Clarholz am Wochenende in die Von-Zumbusch-Schule nach Herzebrock eingeladen. Zahlreiche Spieler folgten der Aufforderung und kämpften an den Brettern um den Sieg und Pokale, die der Verein in mühsamer Eigenarbeit gestaltet hatte. Sieger des Mammutturniers wurde der für den Rhedaer Schachclub spielende Rigobert Ophoff. Im Endklassement lag der Vorjahrssieger Funkte an der zweiten Position, den dritten Platz belegte der Herzebrocker Hubert Petermann. Unser Bild zeigt die erfolgreichen Schachspieler mit dem stellvertretenden Bürgermeister Gottfried Pavenstädt (dritter von links), der die Pokale überreichte.

Frühjahr 1981 Abschluss der Gruppe 3 aus der Vorrunde der Stadtmeisterschaft

 

1981 Bericht in der Glocke zum Schachkongress
Zum Jubiläums-Auftakt Schachkongress in Rheda
Zahl der Mitglieder in NRW steigt um zehn Prozent

Der Schachverein Rheda feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Zum Auftakt der Jubiläumsveranstaltung hielt der nordrhein-westfälische Schachbund seinen Schachkongress in der Gaststätte Neuhaus ab.
Vertreten waren die Delegierten aus 32 Bezirken von Minden-Lübbecke bis Aachen und vom Münsterland bis zum Siegerland. 17 000 der insgesamt 19 000 Schachstimmen in Nordrhein-Westfalen hielten die Delegierten in Händen.
Im Mittelpunkt des Kongresses, zu dem Bürgermeister Fritz Stratmann in den Mauern der Stadt herzlich willkommen hieß, stand die Wahl eines neuen Vorstandes. Die Nachfolge des schwer erkrankten Vorsitzenden Kurt Hülsmann aus Duisburg trag  Günter Panse vom Schachverband Mittelrhein an. Das Amt des ausgeschiedenen Geschäftsführers Helmut Koslowski übernahm Heinz Fischer aus Schwerte. Wiedergewählt wurden stellvertretender Vorsitzender Erich Romberg aus Hagen und Spielleiter Gerd Voll (Essen). Zu Kassenprüfern wurden die Mitglieder Schwefer (Sundern) und Ophoff (Schachverein Rheda) ernannt. Kurt Hülsmann wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Der nordrhein-westfälische Schachbund, der seine Mitgliederzahl im vergangenen Jahr um zehn Prozent steigern konnte, legte im weiteren Verlauf der Versammlung den Jahresetat 1981 vor, der in Einnahmen und Ausgaben mit 350 000 Mark abschließt. Das Zahlenwerk wurde von den Delegierten beschlossen – auch bereits der Schauplatz des Kongresses 1982: Er wird in Aachen stattfinden.

Mai 1981 Bericht in der Glocke zu  Jugend-Simultan

Junge Leute im Kampf gegen Schach-Strategen
Jubiläumsfeiern steuern ihrem Höhepunkt entgegen

Für die interessierte Schachjugendhielt der Rhedaer Schachverein, der in diesem Jahr sein goldenes Jubiläum feiert, ein besonderes Präsent bereit. In der Rathauskantine hatte der Nachwuchs Gelegenheit, gegen Spitzenspieler aus Ostwestfalen anzutreten.
Zum Kampf stellten sich Werner Erpel (Gütersloh) und Walter Beerheide (Oelde). Beide maßen sich simultan gegen jeweils zehn junge Leute. Während sich die Jugendlichen auf ihre Figuren konzentrieren konnten, mussten die Schachstrategen alle zehn Partien im Kopf haben. Dass es trotzdem äußert schwer den erfahrenen Einzelkämpfern auch nur einen Bauern abzunehmen, erfuhren die Jugendlichen schnell.
Weitaus besser standen ihre Chancen bei der Verlosung, die mit attraktiven Preisen wie Schachspielen, Büchern und Bastelsachen bestückt war. Heinz Dürkop, Vorsitzender des Jubiläumsvereins, zeigte sich recht zufrieden über den Ablauf des Jugendtages. Zwar hatte er mit einer größeren Teilnehmerzahl gerechnet, doch tröstete die Tatsache, dass auch aus den Nachbarorten Interessenten gekommen waren.
Gegen Ende der Woche erreichen die Jubiläumsveranstaltungen ihren Höhepunkt. Am Donnerstag, 21. Mai, wird die Stadt-Blitzmeisterschaft ausgetragen. Deren Sieger und die Stadtmeister werden am Freitag, 22. Mai, während des Festballs im Schachlokal Neuhaus vom Bürgermeister geehrt. Erwartet wird an diesem Abend auch der Präsident des Schachverbandes. Nach den Ehrungen, bei den en die Jubilare nicht vergessen werden, klingt die Jubiläumsfeier mit Tanzmusik aus. Weiter Veranstaltungen zum 50jährigen Bestehen sind bis in den Juli hinein geplant.

 

1981 Bericht in der Glocke zur Blitzmeisterschaft
Schach-Pokal von Diedam erfolgreich verteidigt
Blitzmeisterschaft eröffnete Saison in Rheda

Der Rhedaer Schachverein läutete die Saison 1981/82 mit der Vereins-Blitzmeisterschaft ein, die mit 17 Spielern hervorragend besetzt war. Vorjahressieger Norbert Diedam verlor nur eine Partie gegen Henkemeier und konnte damit ein weiteres Mal den Pokal mit nach Hause nehmen. Ganz hervorragend schlugen sich die jugendlichen, vor allem Klamert, Bellers und Rieke, die den alten „Hasen“ teilweise schwer zu schaffen machten. Endstand nach 17 Runden: 1. Diedam (15 Punkte), 2. Brummel (14,5), 3./4. Ophoff und Pohlmann (je 13), 5. Henkemeier (11,5).
Vor Beginn der Blitzmeisterschaft wurden die fünf Preisträger per Los ermittelt, die sich am Schach-Preisausschreiben aus Anlass des 50jährigen Jubiläums beteiligt hatten. Über 30 Schachinteressierte aus Ostwestfalen, dem Ruhrgebiet und dem Münsterland hatten die Lösungen eingeschickt. Die glücklichen Gewinner: Fritz Westfechtel (Rhedaer Schachverein), Frank Erfeldt (Rhedaer Schachverein), Harald Krumm (SV Ennigerloh-Oelde), Martin Zummersch (SV Ennigerloh-Oelde), Thomas Glaß (SV Ennigerloh-Oelde).

Mai 1981 Einladung zum Jubiläumsfest
Mit diesem Text wurde eingeladen: Einladung zum Jubiläumsfest unserers 50jährigen Bestehens
Der Rhedaer Schachverein von 1931 feiert am Freitag, den 22. Mai 1981 im Saale des Vereinslokals Neuhaus, Steinweg 6 im Ortsteil Rheda sein Jubiläumsfest.
Wir gestatten uns, alle Mitglieder mit ihren Angehörigen zu dieser Feier herzlich einzuladen. Willkommen sind aus diesem besonderen Anlaß alle befreundeten Vereine, die Förderer unserer Vereinsziele wie auch am Schachsport interessierte Nichtorganisierte. 
Das Proogramm beginnt um 20 Uhr mit froher Einstimmung durch den Shanty-Chor Clarholz. Im Rahmen der Festansprache wird die Siegerehrung der diesjährigen Schach-Stadtmeisterschaft erfolgen sowie die Auszeichnung verdienstvoller Mitglieder. Dann soll nur der Frohsinn walten bei Musik und Tanz in Geselligkeit. 
Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie und Ihre Angehörigen uns an diesem Abend die Ehre geben würden.
Der Vorstand
Heinz Dürkop - Günther Horst - Rigobert Ophoff

1981 Bericht in der Glocke über Jubiläumsfest

Schachjubiläum: „Ohne Basis sind wir nichts“
Festball in Rheda mit zahlreichen Ehrungen

Der Reigen der Jubiläumsveranstaltungen, mit denen der Rhedaer Schachverein von 1931 seinen 50. Geburtstag feiert, erlebte mit einem Festball in der Gaststätte Neuhaus seinen gesellschaftlichen Höhepunkt. Unter den zahlreichen Gästen waren auch Bürgermeister Fritz Stratmann, stellvertretender Stadtdirektor Hans Rohlfing, Landtagsabgeordneter Hubert Doppmeier, der Sportdirektor des deutschen Schachbundes, Helmut Nöttger, und die befreundeten Nachbarvereine aus Oelde-Ennigerloh, Herzebrock und Wiedenbrück. Besonders herzliche Willkommensgrüße entbot Vorsitzender Heinz Dürkop den beiden Mitbegründern des Vereins, Fritz Engau und Adolf Lichtenauer.
Bürgermeister Fritz Stratmann überbrachte dem Jubiläumsverein die Grüße und Glückwünsche der Stadt. Der Club sei aus bescheidenen Anfängen zu einer sportlichen Einrichtung gewachsen, die auch über die Grenzen Ostwestfalens hinaus aufgrund hervorragender spielerischer Leistungen einen überaus guten Ruf genieße.
Das Erbe der Gründer, so Stratmann weiter, sei in all den Jahren bewahrt und sorgsam gepflegt worden – mit viel Arbeit und Idealismus. Kontinuierlich sei auch der Nachwuchs ausgebildet und gefördert worden; der Einsatz habe – belegt durch zahlreiche gute Platzierungen und Meisterehren – reiche Früchte getragen. Und schließlich seien durch die Arbeit des Schachvereins Brücken zu anderen Clubs geschlagen worden: „Das führte zu einer Vertiefung des Verhältnisses von Mensch zu Mensch, von Stadt zu Stadt. Dafür möchte ich in dieser Stunde des Jubiläums ein Wort des aufrichtigen Danks sagen.“
Sportdirektor Helmut Nöttger überbrachte die Grüße des deutschen Schachbundes. Er wies darauf hin, dass dem Weltschachbund rund fünf Millionen Mitglieder angehören. Allein viereinhalb Millionen wohnten in der UdSSR. Die Bundesrepublik sei mit rund 72 000 Mitgliedern der zweitstärkste Verband im Weltschachbund. Die Zahl der Hobbyspieler in Deutschland dürfte allerdings bei 10 Millionen liegen. Spitzenorganisationen wir der Deutsche Schachbund seinen nichts ohne die Basis, ohne den Nachwuchs, erklärte der Sportdirektor abschließend. Der DSB halte deshalb mehr denn je Ausschau nach jungen Talenten, „und vielleicht“, so Nöttger,  „wird auch irgendwann mal jemand aus Rheda dabei sein“.
Die Feierstunde, musikalisch umrahmt vom Shanty-Chor, endete mit zahlriechen Ehrungen. Wilhelm Hamacher, Adolf Lichtenauer, Rigobert Ophoff, Gunther Troschke und Fritz Westfechtel, seit mehr als 30 Jahren im Verein, wurden mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Die silberne Nadel wurde an Heinz Dürkop, Theo Kelma, Wilhelm Maaß, Waltraud von Metzen, Hans Newiger, Erich Rimpel und Paul Trendel verliehen.
Schließlich auch noch  die Ehrung der Stadtmeister im Schach und Blitzschach. Schachmeister 1981 wurde Norbert Diedam vor Hermann Stuckstedte und Ludwig Loeser. Im Blitzschach gewann nach fünfstündiger Marathonschlacht Rigobert Ophoff vor Fechner und Henkemeier.
Das Jubiläumsprogramm wird am nächsten Sonntag, 30. Mai, mit einem Vierer-Mannschafts-Blitzturnier im Belegschaftsraum der Firma interlübke fortgesetzt. Angesagt haben sich rund 40 Mannschaften aus Ostwestfalen-Lippe. Beginn des Turniers: 14 Uhr.

Die Ansprache des ersten Vorsitzenden, Heinz Dürkop, im Rahmen der Festveranstaltung
Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Jubilieren heßt "sich freuen"! In diesem Sinne soll ein Jubiläumsfest begangen werden. Den Rahmen hierzu gibt uns der geschmückte Saal, eine Tanzkapelle, ein Seemanschor zur festlichen Einstimmung und vor allem Ihre Anwesenheit, liebe Gäste und Schachfreunde!
Unter Ihnen darf ich eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. An deren Spitze vor allem den Bürgermeister unserer Stadt, Herrn Fritz Stratmann sowie den 1. Beigeordneten Herrn Heinz Rohlfing; den Herrn Landtagsabgeordneten Herrn Hubert Doppmeier; den Sportdirektor des Deutschen Sportbundes Helmut Nöttger. Sehr herzlich begrüßen wir außerdem Abordnungen befreundeter Vereine.
Mein besonderer Gruß gilt den Vertretern der Presse, die schon immer die Geschichte und den Weg unseres Vereins als gewissenhafte Chronisten - berichtend und kommentierend - begleitet haben. Meine Herren von der "öffentlichen Meinung". Sie waren mit Zustimmung und Kritik auch immer unsere indirekten Helfer, durch Sie sind unsere Ziele und unsere Erfolge in der breiten Öffentlichkeit bekanntgeworden. Herzlichen Dank hierfür besonders am heutigen Tage. 

Wir feiern heute ein Jubiläum, nämlich das 50jährige Bestehen des Rhedaer Schachvereins von 1931. Das Leben und Fortbestehen eines Vereins beruht auf 2 Säulen: erstens auf der Lebendigkeit und Gestaltungskraft seiner Ziele und zweitens auf der Treue seiner Mitglieder. 
Vor 50 Jahren fanden sich einige Schachspieler zur Vereinsgründung zusammen; sie waren von der Notwendigkeit dieses Schrittes zwecks Förderung eines Geistestrainings, das erst später zu einem Geistessport wird, überzeugt. Und allein die Tatsache, daß wir heute dieses Fest feiern dürfen, hat ihnen Recht gegeben.
Ein besonderer Gruß gilt darum 2 Männern, die zu den Gründern und Wiedergründern nach dem Kriege gehören. Es sind dies die bekannten Rhedaer Fritz Engau und Adolf Lichtenauer! Nicht alle Aktiven und Altgedienten konnten wir in den Mauern der Stadt halten. Aus Österreich wäre heute zu uns gekommen, wenn nicht leider durch Krankheit verhindert, unser Ehrenvorsitzender Dr. Alfred Schmidt, der mehr als 20 Jahre die Geschicke dieser Sportgemeinschaft geleitet hat. Er läßt seinen Freunden herzliche Grüße ausrichten und wird seinen Besuch im Herbst nachholen. Auch ihm gelten unsere Grüße.
Bei der Aufzählung von Namen sind wir mittendrin in der Vereins-Chronik, doch die ist eindrucksvoller nachzulesen in der Festschrift, die wir aus heutigem Anlaß herausgegeben haben. Wir wollen uns nur einmal vergegenwärtigen, in welcher gewiß schwerer Zeit sich Mutige zusammentaten, um im Vereinsrahmen sich dem unpolitischen, aber friedlichstem Kampfspiel zu widmen. 1931 war ein Jahr kurz nach einer Wirtschaftskrise mit Arbeitslosigkeit und ungewisser Zukunft. Wenn damals 1 Bier nur 20 Pfennig kostete, so ist damit nicht gesagt, daß man sich auch eines leisten konnte. Das Spiel auf den 64 Feldern stand aber bereits hoch im Kurs und es zu vertiefen und es zu verbreiten, dazu fand man sich zusammen. Diese Ziele weiterzutragen, darum haben wir uns stets bemüht.
Sie sehen, meine Damen und Herren, Märchen und Jubiläumsansprachen beginnen eigentlich immer mit "es war einmal". An diesem bedeutsamen Abschnitt unserer Vereinsgeschichte wollen wir uns jedoch vor allem zur Zukunft bekennen und uns hierzu des Vorwärtsganges bedienen. Gestatten Sie mir bitte dieses technische Beispiel, da schließlich auch ein Verein einen Motor und ein Getriebe benötigt, aber auch etwas von dem teuren Sprit. Esprit im lateinischen heißt "Geist" und den Geistessport zu fördern, haben wir und und auch für die Zukunft verschrieben.
Meine Damen + Herren, Ihr Blick geht bereits auf die Bühne und auf das, was sich hier tun soll. Der Shanty-Chor Clarholz ist bereits weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt + beliebt. Doch zum ersten Mal kommt er nach Rheda. So dürfen Sie heute eine Premiere im Saal Neuhaus erleben. Der Chor bringt uns Shantys und Seemanslieder in 2 Abteilungen. Nach dem ersten Teil möchte Herr Bürgermeister Stratmann dieses Jubiläum würdigen und die Siegerehrung der diesjährigen Schach-Stadtmeisterschaft und des gestern ermittelten Stadt-Blitzmeisters vornehmen. 

Nun aber zu dem erwarteten Kunstgenuß. Auch in der Schiffahrt gibt es einen Vorwärtsgang. Dem Shanty-Chor unter Leitung seines Dirigenten Werner Braun und dem Jubilar "Rhedaer Schachverein" rufe ich somit zu: "Alle Kraft voraus!".

Juni 1981 Bericht in der Glocke über Mannschaftsturnier
Im Turnier der Fünfzigjährigen Platz vier belegt
Rhedaer Schachverein weilte in Horst-Emscher – Heute Städte-Wettkampf in der Simonswerk-Kantine

Auf Einladung des Schachvereins Horst Emscher 1931, der alle „Fünfzigjährigen“ zu einem großen Blitzturnier  mit verlängerter Bedenkzeit eingeladen hatte, weilte eine Mannschaft des Rhedaer Schachvereins von 1931 im Gelsenkirchener Vorort. Von der Bundesliga bis zur Kreisklasse reichte die Leistungsstärke der Teilnehmer. In diesem Feld schnitt die Rhedaer Mannschaft in der Besetzung Diedam, Ophoff, Brummel und Henkemeier hervorragend ab.
Gegen die beiden Bundesligisten Delmenhorst und Bochum war kein Blumentopf zu gewinnen, und auch gegen Müheim-Heißen musste eine knappe1,5:2,5-Niederlage hingenommen werden. In einem spannenden Kampf gegen Hassel gab e bereits ein 2:2. Dann gab es sieben zum Teil klare Siege gegen Hückeswagen, Mülheim-Nord, Uckendorf, Willich-Schiefbahn, Horst-Emscher, Turm Mülheim und Lünen. Die Einzelpreise für die besten Brettergebnisse gingen an: Herrmann, Delmenhorst 10 Punkte (Brett 1); Heimbusch, Bochum, 10 Pkt. (Brett 2); Dr. Dornieden, Delmenhorst, 10,5 Pkt. (Brett 3); Stang, Bochum, 10,5 Pkt. (Brett 4).
Der Endstand es Turniers: 1. Delmenhorst, 2. Bochum, 3. Hassel, 4. Rheda, 5. Mülheim-Heißen, 6. Mülheim-Nord, 7. Horstemscher, 8. Hückeswagen, 9,. Willich-Schiefbahn, 10. Lünen, 11. Turm Mülheim, 12. Uckendorf.
Aus Anlass seines goldenen Jubiläums hatte der Veranstalter ein Schach-Preisausschreiben veranstaltet. Die ersten drei der insgesamt fünf Sachpreise gingen nach Rheda.
Am 13. Juni findet ein großer Städte-Wettkampf (Beginn 14 Uhr) in der Kantine des Simonswerks, Rheda, statt.

1981 Bericht in der Glocke zu NRW-Blitzmeisterschaft

Blitzmeisterschaften des Schachbundes in Rheda
Goldjubilar Schachverein Rheda war der Ausrichter

28 Spitzenmannschaften aus Nordrhein-Westfalen nahmen an der Vierer-Mannschafts-Blitzmeisterschaft des NRW-Schachbundes in Rheda teil. Hinzu kam eine Auswahl des Rhedaer Schachvereins, der in diesem Jahr sein 50. Jubiläum feiert.
Dass der Gastgeber bei einer solchen Konkurrenz einen schweren Stand haben würde, war vorauszusehen. Mit dem Endergebnis war man jedoch keinesfalls zufrieden. Es gelang kein einziger Mannschaftssieg, dafür gab es aber sechs Punkteteilungen gegen Buer, Hagen II, Hemer, Krefeld, Wuppertal und den späteren Vizemeister Düsseldorf.
Klarer Sieger wurde Rheydt mit 52 Punkten. Der Mannschaft gehörten Jürgen Fleck und die Brüder Stephan, Jochen und Willi Ingenerf an. Für die Rheydter ging nur ein Kampf verloren (gegen Hansa Dortmund), zweimal willigte man in eine Punkteteilung ein.
NRW-Vizemeister wurde Rochade Düsseldorf mit 46 Punkten, gefolgt von Wattenscheid (44) und Hansa Dortmund (42),. Den 5- und 6. Platz teilten sich mit je 41 Punkten Nordwalde und Titelverteidiger Bochum. Rheda bildete mit sechs Punkten das Schlusslicht der Tabelle.
Geleitet wurde die Großveranstaltung in der Gaststätte Neuhaus von den internationalen Schiedsrichtern Schulze (Lünen) und Forthaus (Dortmund). Alles in allem darf auch diese Jubiläumsveranstaltung als gelungen angesehen werden. Die zahlreichen sachkundigen Zuschauer kamen bei dem Acht-Stunden-Wettstreit voll auf ihre Kosten.

Im Endspiel um den Vierer-Mannschaftspokal des Schachbezirks Bielefeld war Rheda Gastgeber gegen Brackwede. Leider ging das Spiel mit 1,5 : 2,5 verloren. An Brett 1 stand Ophoff bereits nach 20 Zügen gegen Hilgers klar auf Gewinn. Der Rest war nur noch Sache der Technik. Am zweiten Brett  verlor Brummel gegen Erpel, der das Königsgambit widerlegte. Für den verhinderten Spitzenspieler Diedam sprang Frank Erfeldt ein, und machte seine Sache gut. Er erzielte gegen Kirwald jun. ein achtbares Remis am vierten Brett. So hing der Ausgang des Kampfes vom dritten Brett ab, wo Henkemeier dem starken Brackweder Günther Stephan gegenübersaß. Lange Zeit sah es nach einem Remis aus, was beim Stand von 2:2 nach Berliner Wertung den Sieg  für uns bedeutet hätte. Aber es kam anders. Stephan konnte den Druck verstärken und schließlich über die a-Linie in die Stellung von Henkemeier eindringen, wodurch das Schicksal der schwarzen Figuren besiegelt war. Die Einzelergebnisse: Brett 1 Ophoff-Hilgers 1:0, Brett 2 Brummel-Erpel 0:1, Brett 3 Henkemeier-Stephan 0:1, Brett 4 Erfeldt-Kirwald jun. remis.

 

Rheda veranstaltet (alles im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum) ein Vierer-Mannschaftsblitzturnier. 24 Mannschaften gingen an den Start.

Nach Abschluss der Vorrunden ergab sich die folgende Platzierung:

Gruppe 1 Gruppe 2
1. Herford 19 Punkte 1. Bünde 21 Punkte
2. Ennigerloh-Oelde I 17 Punkte 2. Rheda I 17 Punkte
3. Lemgo 16 Punkte 3. Brackwede 17 Punkte
4. Ennigerloh-Oelde III 16 Punkte 4. Detmold I 16 Punkte
5. Möhnesee 15 Punkte 5. Eckbauer Bielefeld 13 Punkte
6. Gütersloh 9 Punkte 6. Herford II 13 Punkte
7. Detmold II 9 Punkte 7. Ennigerloh-Oelde II 13 Punkte
8. Steinheim 8 Punkte 8. Ennigerloh-Oelde IV 8 Punkte
9. Geseke 8 Punkte 9. Künsebeck 6 Punkte
10. Wiedenbrück 7 Punkte 10. Rheda III 5 Punkte
11. Herzebrock 6 Punkte 11. Herzebrock II 2 Punkte
12. Rheda II 2 Punkte 12. Wadersloh 1 Punkt

Für die Endrunde hatten sich die ersten vier Mannschaften jeder Gruppe qualifiziert. Dort gewann dann klar Ennigerloh-Oelde. Nur gegen Herford spielten sie 2:2 unentschieden. Die übrigen sechs Partien gewannen sie.
Das Endergebnis:
1. Ennigerloh-Oelde I mit 13 Punkten
2. Herford 11 Punkte
3. Bünde 9 Punkte
4. Detmold I 8 Punkte
5. Rheda I 7 Punkte
6. Lemgo 4 Punkte
7/8. Brackwede und Ennigerloh-Oelde III jeweils 2 Punkte
Rheda I spielte in der Besetzung Diedam, Petermann, Ophoff und Troschke und konnte in der Endrunde gegen Ennigerloh-Oelde III, Brackwede und Herford gewinnen. Gegen Lemgo kam es zu einem Unentschieden. Die anderen Partien gingen verloren.

 

Am 13. Juni fand im Belegschaftsraum des Simonswerks ein Städtewettkampf mit sechs Zehnermannschaften aus Brackwede, Delbrück, Detmold, Ennigerloh-Oelde, Herford und Rheda statt.

 

Als letzte Großveranstaltung richteten wir ein Einzelblitzturnier mit 34 Teilnehmern aus. In der Gruppe 1 setzten sich Diedam und Bektesevic klar durch, während der starke Spieler Przybylski (Oelde) einige Mühe hatte, sich für die Endrunde zu qualifizieren. In der Gruppe 2 machten Petermann und Ophoff klar das Rennen, während in der Gruppe 3 der Regionalligaspieler Erpel (Brackwede) überraschend auf der Strecke blieb. Hier siegte Brummel klar vor Röhr und Erfeldt. Spannend wurde es dann in den Endrunden. Röhr (Ahlen) gewann schließlich knapp vor Petermann, der für Rochade Bielefeld in der Regionalliga spielt. Der Endstand:
1. Röhr (Ahlen) 9 Punkte
2. Petermann (Rochade Bielefeld) 8,5
3. Schäfer (Hamm) 7,5
4. Diedam (Rheda) 7
5. Brummel (Rheda) 6,5
6. Bektesevic (Rheda) 6
7. Przybylski (Oelde) 5,5
8. Wimmelbücker (Oelde) 4,5
9. Ophoff (Rheda) 4
10. Wulf (Oelde) 3,5
11. Fechner (Wiedenbrück) 3
12. Erfeldt (Rheda) 1

 

In der B-Gruppe kam folgendes Ergebnis zustande:
1. Langnickel (Herzebrock) 8 Punkte
2. Förster (Oelde) 7,5
3. Nickel (Oelde) 7
4/5. Krug und Huster (Oelde) 6,5
6. Stuckstedte (Wiedenbrück) 6
7. Bußmeier (Oelde) 5,5
8/9. Erpel (Brackwede) und Löser (Wiedenbrück) 5
10. Hartmut Dürkop (Oelde) 4,5
11. Bergmann (Rheda) 3
12. Horst (Rheda) 1,5

 

Am Preisausschreiben beteiligten sich über 30 Schachinteressierte aus Ostwestfalen, dem Ruhrgebiet und dem Münsterland. Die glücklichen Gewinner waren Fritz Westfechtel und Frank Erfeldt aus Rheda, Harald Krumm, Martin Zummersch und Thomas Glaß aus Ennigerloh-Oelde. Die Vereinsblitzmeisterschaft war mit 17 Spielern hervorragend besetzt. Vorjahressieger Norbert Diedam verlor nur eine Partie gegen Henkemeier und konnte damit ein weiteres Mal den Pokal mit nach Hause nehmen. Ganz hervorragend schlugen sich die Jugendlichen. Vor allem Klamert, Bellers und Rieke, machten den "alten Hasen" teilweise schwer zu schaffen. Endstand nach 17 Runden:
1. Diedam 15 Punkte
2. Brummel 14,5
3/4. Ophoff und Pohlmann je 13
5. Henkemeier 11,5

 

Ein Freundschaftsspiel gegen Herzebrock ging mit 4:6 verloren.

 

Frühjahr 1981 In der Jugendgruppe in Wiedenbrück endet das Frühjahrsturnier
Mit Teilnehmern aus Rheda endet das Jugendturnier im Evangelischen Gemeindehaus. Es gewinnt Heiko Rieke vor Henrik Büscher, Ulf Klemann, Mark Kappe, Detlef Mix und Frank Bellers vor 4 weiteren Spielern.

August 1981 Bericht in der Glocke zu Mannschaften
Schachverein gut gerüstet

Der Alltag hat die Mitglieder des Schachvereins Rheda von 1931 wieder eingeholt. Nach den Veranstaltungen zum goldenen Jubiläum und der Sommerpause beginnt am Donnerstag, 27. August, der übliche Spielbetrieb. Die Vereins-blitzmeisterschaft wird am 10. September ausgetragen. Um möglichst vielen Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, beginnt der Wettkampf um 19.30 Uhr. Im Übrigen fühlt sich der Schachverein für die kommende Serie gut gerüstet. Rheda beteiligt sich mit Junioren und Senioren an allen ausgeschriebenen Veranstaltungen des Schachbezirks.

September 1981 Aufstellungen, Ansetzungen und einige Ergebnisse Saison 1981/82

Herbst 1981 Jugendbezirkseinzelmeisterschaft

Die in Oelde ausgerichtete JBEM 1981 sieht mit Martin Funke aus Ennigerloh-Oelde einen eindeutigen Sieger, der alle 7 Runden des Schweizer-System-Turnieres unter 30 Teilnehmern gewinnen konnte. Bereits in der 2. Runde hatte er den Zweitplatzierten Reinhard Baumhus besiegt.

Bester Rhedaer wurde Heiko Rieke mit 3,5 Punkten auf Platz 14. Mark Kappe kam auch auf 3,5 Punkte und wurde 18. Ulf Klemann wurde 21 mit 3 Punkten.

6. September 1981 BSK Eckbauer Belefeld gegen Rheda 3
Ergebnis noch unbekannt

 

13. September 1981 Rheda 1 gewinnt bei Löhne mit 4,5:3,5
 

04. Oktober 1981 Rochade Bielefeld IV gegen Rheda 2

Ergebnis noch unbekannt

 

11. Oktober 1981 Rheda 1 verliert gegen Rochade Bielefeld mit 3,5:4,5

 

11. Oktober 1981 Rheda 3 gegen Ubbedissen 3
Ergebnis noch unbekannt

 

1. November 1981 Rheda 2 gegen Domovina Bielefeld
Ergebnis noch unbekannt

 

8. November 1981 Rheda 1 gewinnt in Bad Oeynhausen 6:2

 

8. November 1981 Unter Uns Senne 2 gegen Rheda 3
Ergebnis noch unbekannt

 

6. Dezember 1981 Rheda 1 gewinnt 4,5:3,5 gegen Lübbecke
 

6. Dezember 1981 Rheda 3 gegen Ennigerloh-Oelde 6
Ergebnis noch unbekannt


20. Dezember 1981 Rheda 2 gegen Gütersloh 2
Ergebnis noch unbekannt

Oktober 1981 In Gütersloh findet ein Jugendblitzturnier statt, an dem sich auch Rhedaer Jugendliche beteiligen

Hinter S. Neumann wird Frank Bellers Zweiter, der dritte Platz geht an Mark Kappe. Ulf Klemann wird geteilter Vierter und Heiko Rieke wird 7. unter 14 Teilnehmern.

Herbst 1981 Doppelrundiges Schachturnier in Wiedenbrück
Mit 10 von 10 gewinnt diesmal Frank Bellers. Es folgen Henrik Büscher, Erhard Rösser, Detlef Mix, Werner Rösser und Kai Reichelt.