Das Jahr 1934

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13.01.1934 Die Glocke Schachwettkämpfe in der B-Klasse
Ravensberger Schachwettkämpfe der B-Klassen
Rhedaer Schachverein gegen Rot-Weiß Bielefeld

Am morgigen Sonntag, 14.1.1934, trägt die Mannschaft des Rhedaer Schachvereins ihren ersten Punktekampf in diesem Jahre gleich gegen den wohl stärksten Gegner in Rheda aus. Bereits im ersten Turnierkampf im vergangenen Jahre gegen Dennhausen lieferten die Rhedaer nach hartem Kampf ein recht beachtliches unentschiedenes Resultat. Der zweite Kampf gegen den Gütersloher Schachverein musste vertagt werden. Jedoch in der Zwischenzeit haben alle Spieler an sich gearbeitet, so dass das Spiel gegen Rot-Weiß, die innerhalb der B-Klassen zur Favoritenmannschaft zählen, (sie haben in der Mannschaft die Gebrüder W. und G. Brinkhoff, welche stärkste A-Klasse sind; im Bielefelder Stadtmeisterschaftsturnier führen sie hinter Westfalenmeister Seitz die Tabelle an.) mit größter Ruhe aufzunehmen ist. Tut jeder Spieler an seiner Stelle seine Pflicht und ist vorsichtig genug, dann ist uns für eine Niederlage nicht bange. Die Rhedaer treten in der gemeldeten Aufstellung1. Mathias, 2. Uhrmeister, 3, Laufkötter, 4. Breitlauch, 5. von Recklinghausen und 6. Moses an. Der überaus spannende und interessante Kampf beginnt um 2, 30 Uhr bei W. Schmitz und ist kostenfrei. 

20.01.1934 NS-Volksblatt für Westfalen

Schachkämpfe um die Ravensberger Schachmeisterschaft der B-Klassen in Rheda

Der Rhedaer Schachverein kämpft am Sonntag gegen die Mannschaft des Rot-Weiß-Klubs Bielefeld. Rheda kann den Kampf gegen diesen Rivalen, der innerhalb der Klasse zur Spitzenmannschaft zählt, mit Ruhe erwarten, zumal er ein beachtenswertes unentschiedenes Turnier gegen den Oeynhauser Schachverein errang. 

25.01.1934 Die Glocke  - Rheda richtet große Veranstaltung aus

Die erste Runde der westfälischen Mannschaftsmeisterschaft wird schon am 04. Februar ausgetragen. Dazu gibt der Bundesspielleiter Hans Bauer / Dortmund folgende Paarung bekannt: Ravensberger Schachvereinigung-Märkischer Schachverein in Rheda…Vom Leiter der Ravensberger Schachvereinigung ist der Großkampf um die Westfalenmeisterschaft …dem Rhedaer Schachverein als Austragungsort übertragen worden. Die Gütersloher, Rhedaer und Wiedenbrücker Schachspieler haben damit zum ersten Mal Gelegenheit, einem so gewaltigen Schachgroßkampf mit erleben zu können….

25.01.1934 Westfälische Zeitung: Bielefelder Tageblatt Bielefeld schlägt Rheda

Rot-Weiß – Schachverein Rheda 5:1

Die Bielefelder Rot-Weißen konnten ihren Kampf um die Ravensberger Meisterschaft überlegen gewinnen, wenngleich auch das Gesamtresultat für Bielefeld etwas hoch gekommen ist. Die Kämpfe: von Recklinghausen-Rheda am 6. Brett musste gegen den Rot-Weißen Tempelmeier als erster Rhedaer die Waffen strecken. Am 5. Brett hatte Daltrup-Rh. Das Spiel gegen Richling-B. glatt gewonnen, als er sich zum Partieschluss noch verleiten ließ, so schnell zu spielen, dass ihn sein Gegner plötzlich matt setzte. Mathias-Rh. Am 1. Brett ließ sich schon kurz nach Spielbeginn zu einem vielversprechenden Figurenopfer gegen Brinkhoff verleiten, dass sich später als verfrüht erwies. Mathias musste aufgeben. Uhrmeister-Rh am 2. Brett kam schon gleich in der Eröffnung gegen G. Brinkhoff-B. in Nachteil. Breitlauch-Rh. Lieferte am 4. Brett eine ausgezeichnete Partie gegen den Rot-Weißen Dreier. Zum Schluss musste Dreier einen Turm opfern und gab dann den Kampf auf. Laufkötter-Rh hielt sich am 3. Brett lange Zeit, bis er schließlich aufgeben musste.  

31.01.1934 Die Glocke über Spiel in der B-Klasse

Der Rhedaer Schachverein musste im Kampfe um die Ravensberger Schachmeisterschaft der B-Klasse gegen den Schachverein Rot-Weiß Bielefeld eine ziemlich große Niederlage von 1:5 einstecken. Von Recklinghausen-Rheda am 6 Brett als erster Rhedaer musste gegen den Rot-Weißen Tempelmann nach zweistündigem Kampfe die Partie aufgeben. Dagegen hatte Daltrup-Rheda am 5- Brett das Spiel gegen Richling-Rot-Weiß nach scharfem Kampf glatt in der Tasche, als er sich zu Partieschluss noch seinem Gegner dazu verleiten ließ, so oberflächlich zu spielen, dass ihn sein Gegner sogar plötzlich mattsetzen konnte. Damit war der ganz sichere und wertvolle Punkt für die Rhedaer verlorengegangen. Rhedas Spitzenspieler Mathias ließ sich schon kurz nach Spielbeginn zu einem vielversprechenden Figurenopfer gegen den Rot-Weißen W. Brinkhoff verleiten, das sich jedoch später als inkorrekt erwies und von Brinkhoff auch gefunden wurde. Mathias konnte sich noch einige Zeit halten, musste aber doch schließlich die Partie aufgeben. Uhrmeister-Rheda-Wiedenbrück, am 2. Brett, fand schon gleich in der Eröffnung gegen H. Brinkhoff-Rot-Weiß stark in Nachteil. Trotzdem verteidigte sich Uhrmeister aber so umsichtig, dass er sogar nach langem Kampf starke Angriffschancen herausgearbeitet hatte. Aber nach vierstündiger Spielzeit ließ er plötzlich nach und sein Gegner konnte glücklich die schwere Partie gewinnen. Breitlauch-Rheda lieferte am 4. Brett eine ausgezeichnete Partie gegen den Rot-Weißen Dreier. Zum Schluss musste der Bielefelder einen Turm opfern und damit gleichzeitig den Kampf aufgeben. Damit hatte wenigsten Breitlauch in prächtiger Manier den Ehrenpunkt für Rheda erkämpft. A. Laufkötter-Rheda hielt sich am 3. Brett gegen den Rot-Weißen Nipkow lange Zeit völlig ebenbürtig, bis ihm zum Schluss leider ein Fehler unterlieg und er bald darauf die Partie aufgeben musste. 

02.02.1934 Westfälische Zeitung : Bielefelder Tageblatt – Ravensberg gegen Mark – Großer Schachwettstreit in Rheda

Am Sonntag beginnt die erste Runde der vom Bundesspielleiter angesetzten Kämpfe um die Westfälische Mannschaftsmeisterschaft. Dem Rhedaer Schachverein ist Vorrunden-Wettkampf zwischen dem Märkischen Schachverein (Hammer Kreis) und dem Ravensberger Schachverein übertragen worden. In der Ravensberger Mannschaft kämpfen an den ersten Brettern die turniererfahrenen Bundesmeister Seitz und Peppmüller (beide Bielefeld) und Hilmer-Herford. Die übrigen sieben Bretter sind mit den Spitzenspielern der größeren Vereine besetzt. Die Vorrunden-Sieger spielen schon am 18. Februar die zweite Runde aus, und man darf hoffen, dass die Ravensberger dabei sein werden.  

08. Februar 1934 Die Glocke  Bericht über das Ravensberg gegen Märkischer Kreis
Um die westfälische Mannschaftsmeisterschaft
In der ersten Runde um die Westfälische Mannschaftsmeisterschaft traten in Rheda die Meisterschaftsmannschaften der Ravensberger Schachvereinigung und des Hammer Schachkreises zum Wettkampf an. Nachdem vom Spielleiter Hilmer – Herford, einleitende Worte über die große Bedeutung des deutschen Schachspiels gesprochen worden waren, wurde die einzelnen Bretter mit einem dreifachen „Schach Heil“ freigegeben. Langsam, aber mit größter Vorsicht wurden sofort an den einzelnen Brettern die gegenseitigen Züge entwickelt. Bald waren einzelne Bretter von „Kiebitzen“ und Schlachtenbummlern völlig umlagert….Kurz darauf hatte Fr. Mathias – Rheda am 9. Brett einen Gegner Baukamp – Heeßen in einer guten Partie durch starken Materialgewinn zur Aufgabe bringen können….
Damit war die letzte Partie beendet und die Ravensberger Mannschaft hatte den Wettkampf verdient und überlegen mit 8:2 gewonnen. Auf das Abschneiden der Ravensberger Mannschaft in der Zwischenrunde zur Westfälischen Meisterschaft am 18. Februar darf man gespannt sein.

16.02.1934 Die Glocke  Um die Ravensberger Schachmeisterschaft 

Zum Turnierkampf um die Meisterschaft der B-Klasse musste die Mannschaft des Rhedaer Schachvereins die Fahrt nach Herford zum Gegner Herford I der B-Klasse machen. Laufkötter-Rheda gegen Stachel-Herford am 3. Brett musste als erster Rhedaer nach zweistündigem Kampf aufgeben. Bei richtiger Eröffnungsbehandlung aber wäre Laufkötter in großen Vorteil gekommen. Moses-Rheda am 6. Brett kam gegen Uphoff II-Herford schnell in eine schlechte Königsstellung, konnte sich aber nach äußerst zähem Kampf wieder befreien und arbeitete langsam und sicher in Vorteil. Nach mehrstündigem Kampf hatte Moses dann auch eine klare Gewinnstellung erzielt und sein Gegner musste die Partie aufgeben. Damit stand der Kampf 1:1. Doch inzwischen war von Recklinghausen-Rheda gegen Nolte-Kuhlmann-Herford am 5. Brett in eine recht schwierige Lage gekommen. Der Rhedaer versuchte mit aller Gewalt, das Spiel zu halten, musste aber schließlich doch dem Herforder den Punkt überlassen. Auch Breitlauch-Rheda war gegen Menke-Herford am 4. Brett bald nach Partiebeginn in eine schwierige Lage geraten. Mit einem Turm weniger kämpfte er unentmutigt weiter. Sogar zum Schluss konnte Breitlauch durch eine sehr feine Kombination unter Dauerschach dem verblüffenden Gegner einen halben Punkt abnehmen. Ebenso hatte Uhrmeister-Rheda am 2. Brett gegen Malachowitz-Herford sofort äußerst stark mit Eröffnungsschwierigkeiten zu kämpfen. Aber im Partieverlauf konnte Uhrmeister alle Angriffe des Gegners glänzend parieren, so dass nach fünf Stunden der Kampf unentschieden endete. Damit stand der Wettkampf 3:2 für Herford, und wenn die Rhedaer noch ein Unentschieden herausholen wollten, musste Mathias am 1. Brett gegen Uphoff I-Herford unbedingt gewinnen. In einem Damengambit leistete der Herforder starken Widerstand Nach mehreren Stunden war das Spiel noch völlig ausgeglichen. Um aber eine Wendung herbeizuführen, gab Mathias seinem Gegner durch vorübergehende Opferung eines Bauern einige Angriffschancen. Hierdurch gelang es Mathias, in die gegnerische Stellung einzudringen, und er kam bald in entscheidenden Vorteil. Aber erst im Endspiel, nach sechsstündigem Kampf, gab sich der Herforder geschlagen. Mit diesem Sieg hatten die Rhedaer ein wohlverdientes Unentschieden von 3:3.

24.02.1934 Westfälische Zeitung : Bielefelder Tageblatt

Rheda gegen Bielefeld – Um die Meisterschaft der B-Klasse

Am Sonntag trifft der Rhedaer Schachverein in Rheda im Turnierspiel auf den Bielefelder Schachklub. Die Bielefelder sind in den letzten Spielen stark aufgekommen .Aber auch die Rhedaer sind besser geworden. Den letzten Kampf gegen die starken Herforder I konnten sie verdienst unentschieden halten. Die Rhedaer Mannschaft spielt wieder in der Aufstellung 1. Mathias 2. Uhrmeister 3 Laufkötter 4 Breitlauch 5 von Recklinghausen und 6 Moses

25.02.1934 Die Glocke Hinweis auf anstehenden Mannschaftskampf

Um die Ravensberger Meisterschaft der B-Klasse

Sonntag empfängt der Rhedaer Schachverein zum fälligen Turnierkampf um die Punkte den Bielefelder Schachklub. Dieser Meisterschaftskampf wird besonders interessant werden. Die Bielefelder haben sich in den letzten Kämpfen besonders gut gehalten. So gelang es ihnen im letzten Spiel, die favorisierten Bielefelder Rot-Weißen sicher zu schlagen. Aber auch die Rhedaer sind in ihrer Form besser geworden. In frischer Erinnerung steht noch das Unentschieden im Kampf gegen Herford 1. Die Mannschaft der Rhedaer setzt sich wieder aus den Spieler: 1. Mathias, 2. Uhrmeister, 3. Laufkötter, 4. Breitlauch, 5. Von Recklinghausen und 6 Moses zusammen. 

26.02.1934 Die Glocke Bericht über das Spiel gegen den Bielefelder Schach-Club

B-Klasse Bielefelder Schach-Club – Rheda 5:1

Nach diesem hohen Punktsieg des Bielefelder Schach-Clubs über Rheda gestaltet sich der Endkampf in der B-Klasse in einem interessanten Wettrennen zwischen Brackwede gegen Rot-Weiß Bielefeld und evtl. Bielefelder Schach-Club. Die Entscheidung fällt erst in den noch ausstehenden Kämpfen Brackwede – Rot-Weiß und Bielefelder Schach-Club gegen Brackwede.
Bei dem am Sonntag in Rheda stattgefundenen Kampf kam der Platzverein nur zu zwei Remisen, ein etwas mageres Ergebnis für den gastgebenden Verein. 

27.02.1934 Westfälische neueste Nachrichten: Bielefeld – Rheda 5:1

Die B-Klasse des Bielefelder Schachklubs erstritt in Rheda einen eindrucksvollen Sieg. Leider kommt das Auftreten der Bielefelder für diese Spielserie zu spät, da die Vereine Brackwede und Rot-Weiß einen zu großen Vorsprung haben. Das am letzten Sonntag fällige Treffen zwischen diesen beiden Vereinen wurde vertagt.
Die Einzelresultate aus Rheda: Twelling - Mathias-Rheda 1:0, Perlick - Uhrmeister-Rheda 1:0; Reckendorf – Laufkötter-Rheda remis; Just - Breitlauch-Rheda 1:0, Frewert -von Recklinghausen-Rheda remis (nicht verloren, wie im Bericht irrtümlich vermerkt),  Gavoda- Moses (Rheda) 1:0

01.03.1934 Die Glocke Rheda verliert gegen Bielefeld 1:5

Im Turnierkampf der B-Klasse des Rhedaer Schachvereins gegen die Mannschaft des Bielefelder Schachklubs  hatten die Rhedaer einen äußerst schwarzen Tag. So verlor Breitlauch gegen Just-Bielefeld am 4. Brett schon nach wenigen Zügen durch ein grobes Versehen die Partie. Moses stand geben Savoda-Bielefeld am 6. Brett in einer vielversprechenden Angriffsstellung, als ihm auch ein Fehler unterlief. Hiernach konnte Moses die Partie noch fortsetzen, aber bald musste er doch aufgeben auch Uhrmeister unterlieg im Mittelspiel gegen den Bielefelder Perlick am 2. Brett ein Versehen, durch das der Bielefelder stark in Materialvorteil kam. Uhrmeister gab danach die Partie auf. Mathias stand gegen Twellfing am 1. Brett im Vorteil, als ihm auch zum Schluss ein falsches Schachangebot um den Gewinn der Partie brachte. Von Recklinghausen hatte gegen Frewert-Bielefeld auch im ganzen Spiel sehr schwer zu kämpfen. Aber zum Schluss konnte er doch noch ein wohlverdientes Unentschieden erkämpfen. Laufkötter-Rheda hatte gegen Reckendorf-Bielefeld am 3. Brett nach mehrstündigem Kampf in einem Endspiel eine ziemlich sicherer Gewinnstellung erreicht. Er fand jedoch nicht die richtige Fortsetzung und die Partie wurde, trotzdem Laufkötter zwei Bauern mehr hatte, schließlich auch Unentschieden.

17.03.1934 Die Glocke - Vorschau

Um die Ravensberger Mannschaftsmeisterschaft der B-Klasse

Kommenden Sonntag empfängt der Rhedaer Schachverein zum fälligen Turnierkampf innerhalb der B-Klasse den Herforder Schachverein 2. In den Schlusskämpfen wird jede Mannschaft bemüht sein, soviel Punkte wie möglich zu erzielen, um damit der Abstiegsgefahr zu entrinnen. Jedoch müssen den Emsstädtern die größeren Siegesaussichten zugesprochen werden, denn sie konnten im Kampf gegen den bedeutend stärkeren Herforder Schachverein 1 ein wohlverdientes Unentschieden erringen. Zu dem bestimmt interessanten und spannenden Kampf treten die Rhedaer mit der Mannschaft 1 Mathias, 2 Uhrmeister-Wiedenbrück, 3 Laufkötter, 4 Breitlauch, 5. Von Recklinghausen und 6 Moses-Warendorf an. 

26.03. 1934 Die Glocke Um die Ravensburger Meisterschaft – Bericht über das Spiel

Im Meisterschaftskampf Herford II gegen Rhedaer Schachverein sind die Herforder leider gezwungen, infolge Krankseins mehrerer Spieler die sehr wertvollen Punkte an die Rhedaer kampflos abzutreten. Trotz dem billigen Punktegewinn hätte die Rhedaer gern den Kampf gegen die Werrestädter ausgetragen. …Der Stand ist damit in der B-Klasse…..4.und 5. Herford I und Rhedaer Schachverein 14 Punkte…

15.05.1934 Die Glocke  Das erste Ravensberger Meister-Turnier

Sonntag begann in Bielefeld das erste Ravensberger Einzelmeister-Turnier. Diesem Turnier kommt deswegen eine besondere Bedeutung zu, weil der Sieger als Ravensberger Meister an den westfälischen Meisterschaften in Siegen teilnimmt. Die besten Spieler sind daher in Bielefeld versammelt. Es wird dort spannende und äußerst interessante Kämpfe geben. So gab es schon in der ersten Turnierrunde schöne Kampfpartien….Mathias-Rheda brachte den Herforder Henke durch starken Königsangriff zur äußersten Verteidigung. Nach hartem Kampf gelang es dem Rhedaer, durch eine glänzende Kombination einen Turm zu gewinnen, worauf sein Gegner bald aufgeben musste.....
Der Stand der Ravensberger Meisterschaft ist danach nach der ersten Runde …. Mathias-Rheda je 1 Punkt…

23.05.1934 Die Glocke   Um die Schachmeisterschaft von Ravensberg

In der zweiten Turnierrunde gab es wieder recht interessante und überraschende Kampfpartien….Ähnlich erging es überraschend dem Spitzenspieler von Rheda gegen den Bielefelder Gottschalk. In einem Damengambit gelang es Mathias schon in der Eröffnung, seinen Gegner Gottschalk sogar als nachziehender mit der „Meraner Variante“ glänzend zu überspielen. Der Erfolg war hier der Gewinn von einem Läufer gegen zwei Bauern. Der Bielefelder versuchte nun durch wildes Figurenspiel zu beunruhigen, aber Mathias verstand es bis dahin noch, alle Angriffe sicher abzuwehren, bis auch der Rhedaer plötzlich durch einen viel zu schnellen Zug um den ganz sicheren Partiegewinn kam. Sein Gegner nutzte auch hier die Schwäche aus und drang mit der Dame ins Königslager ein. Mathias konnte sich noch  einige Zeit halten, musste später doch aufgeben. So kamen in dieser Runde die Spitzenspieler von Gütersloh und Rheda ziemlich unverdient durch unüberlegte Züge um die sicheren Erfolge. …

05.06.1934 Die Glocke Ravensberger Einzelmeister-Schachturnier

Im Kampf der Spitzenspieler der Ravensberger Schachvereine gab es in der dritten und vierten Turnierrunde recht spannende und bedeutungsvolle Kämpfe. Man merkt den Spielern an, dass sie mit dem letzten Einsatz kämpfen, dass sie sich selbst in Verlustposition noch verzweifelt um eine Besserung bemühen bis zum letzten Zuge. Am augenfälligsten ist diese Leistungssteigerung bei Schrickler-Bielefeld, Mathias-Rheda und Menke-Herford. Mathias trat gegen den Rot-Weißen Brinkhoff sogar mit halbstündiger Verspätung an. Er eröffnete dann den schweren Kampf mit dem d-Bauern und schon nach einigen Zügen hatte sein starker Gegner überraschenderweise das Bauernopfer angenommen. Den dadurch bedingten Bauerngewinn wollte Brinkhoff mit äußerster Anstrengung verteidigen, aber Mathias kannte die Varianten zu genau. Mit verblüffendem, schnellem Spiel holte er die verlorengegangene Zeit auf, hatte die gegnerischen Figuren zurückgedrängt, dabei den Bauern zurückgewonnen und die bessere Stellung erlangt. Durch eine feine Kombination hatte er dann kurz darauf sogar einen Bauern gewonnen. Dann drängte Mathias seinen Gegner immer mehr in die eigene Stellung zurück und im weiteren Kampf konnte er abermals durch eine schöne Kombination einen Bauern gewinnen. Durch diesen materiellen Vorteil tauschte Mathias dann die schweren Figuren ab und hatte nach vierstündigem Kampf ein klar gewonnenes Endspiel erreicht. Nach Wiederbeginn dauerte es auch nicht mehr lange, bis Weiß einen Bauern zur Dame verwandeln konnte; hier gab sich Brinkhoff dann endlich geschlagen und gab auf. …..

In der vierten Turnierrunde traf Mathias auf den Detmolder Steinau. Durch theoretische Kenntnisse kam Mathias hier immer mehr in Vorteil. Nachdem er mehrere Bauern gewonnen hatte, leitete Mathias die Partie sachlich ins Endspiel über. Hier konnte er noch eine Figur dazugewinnen und kurz darauf gab der Detmolder die Partie auf….

Damit ist der Stand der Ravensberger Meisterschaft nach der vierten Turnierrunde:

Mathias-Rheda 3 Punkte….

09.06.1934 Westfälische neueste Nachrichten : Bielefelder Tageblatt

Schach-Turnier in Brackwede
Wie schon vor einiger Zeit kurz berichtet, tritt am kommenden Sonntag die Ravensberger Schachvereinigung mit einer großzügigen Veranstaltung an die Öffentlichkeit, um für den Schachgedanken zu werben. Ein Turnier an 100 Brettern wird um 14,30 Uhr im Lokal W. Bischoff ausgetragen. Wie groß das Interesse für eine solche Veranstaltung ist, zeigen die zahlreichen Meldungen aus Rheda, Gütersloh, Bielefeld, Herford, Elverdissen, Oeynhausen und Detmold:
Der Brackweder Verein als Gastgeber wird alles aufbieten, um den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Aus Anlass  des 10jährigen Bestehens des Vereins findet ab 17,30 Uhr ein gemütliches Beisammensein mit Tanz, Verlosung, Preisschießen usw. statt. 

23.06.1934 Die Glocke    Ravensberger Meisterschaft Vorschau

Um die Einzelmeisterschaft von Ravensberg
Sonntag wird der Kampf um die Ravensberger Schachmeisterschaft in Bielefeld mit der fünften und sechsten Runde fortgesetzt. Da die Kämpfe hiermit in das entscheidende Stadium treten, wird jetzt besonders heiß um jeden Punkt gekämpft werden. Besondere Siegesaussichten haben neben Schrickler-Bielefeld, der mit einem Punkt führ, noch Mathias-Rheda und Gottschalk-Bielefeld. Auch die anderen Spieler werden äußerst bemüht sein, ihre Stellungen so stark wie möglich zu verbessern. Die einzelnen Paarungen der Runden sind: Mathias-Rheda gegen Esselbrügge-Gütersloh…

28.06.1934 Die Glocke     Um die Schachmeisterschaft von Ravensberg
Im Kampf um die Meisterschaft gab es in den vorletzten Turnierrunden besonders scharfe und spannende Kampfpartien. So verteidigte sich in der fünften Runde der Gütersloher Stadtmeister Esselbrügge gegen den sehr spielstarken Mathias-Rheda in einem Damengambit mit der jetzt wieder bevorzugten „Meraner Variante“ äußerst umsichtig. Nach langem, hartem, aber doch sehr spannendem Kampf standen immer noch beide Spiele gleich. Auch nachdem schließlich beide Kämpfer die schweren Figuren abgetauscht hatten und ein Turm-Bauern-Endspiel entstanden war, waren die Stellungen ausgeglichen. Schließlich wurde dann später noch die letzten Türme abgetauscht und in dem folgenden Bauernendspiel kämpften beide Spieler ausgezeichnet, so dass auf einer Seite ein gewinnberingender Vorteil nicht erzielt wurde. Nach Ablauf der Spielzeit wurde dann der Kampf in sehr unentschiedener Stellung abgebrochen. ….

Anschließend ging es dann in die vorletzte Turnierrunde. Mathias verteidige sich hier gegen Schrickler im Anfang in einem Damengambit ausgezeichnet, bis sich schließlich doch die Spuren des Kampfes gegen Esselbrügge bemerkbar machten und Mathias eben nicht immer die stärksten Züge fang. Schrützler kam immer mehr in Vorteil und Mathias geriet noch in schwere Zeitnot, wobei er denn auch bald den Kampf nicht mehr halten konnte, und die Partie aufgeben musste. Damit ist der Stand vor der letzten Turnierrunde: ….3. Mathias-Rheda 3 Punkte (1. Hängepartie)…

19.07.1934 Die Glocke    Ende des Ravensberger Schachmeisterturniers
Schrickler-Bielefeld der Sieger – Mathias und Esselbrügge schlugen sich gut

in der Schlussrunde gab es noch spannende und recht dramatische Kämpfe…Die Hängepartie Esselbrügge-Gütersloh  -  Mathias-Rheda gaben beide Kämpfer, da ein Gewinnweg für keine Partei in dem Bauernendspiel möglich war, kampflos unentschieden. Mathias hatte in der letzten Partie gegen den Bielefelder Lindemeier das Damengambit ausgezeichnet behandelt und sollte durch eine feine Kombination eine Figur gewinnen, doch im entscheidenden Moment fährt Mathias völlig rätselhaft den siegbringenden Zug gar nicht aus. Durch diesen Fall von plötzlicher Schachblindheit war dann Mathias jede Freude am Weiterspielen der Partie genommen. Er bekam dazu noch eine schlechte Stellung, und dabei war es für den Bielefelder ziemlich leicht, die Partie zu seinen Gunsten zu verbessern. Durch den im Partieanfang für Mathias recht unglücklich ausgegangenen Zwischenfall kam Lindemeier, da Mathias nicht immer die stärksten Züge fand, später in eine Gewinnstellung, an der Mathias trotz großer Mühe, nichts ändern konnte und bald die Partie aufgeben musste. ….Damit ist das Endergebnis… Mathias-Rheda und Menke-Herford je 3,5 Punkte. …Der Herforder hat einen guten Achtungserfolg erzielt und sich wacker geschlagen. Es darf nicht vergessen werden, dass Menke auch zum ersten Male an einem so schweren Turnier teilgenommen hat. Dagegen hatte man von Mathias bedeutend mehr erwartet und ihn in der Rangliste mit als Favorit entschieden höher gesehen. Aber er war nach gutem Start geradezu vom Pech verfolgt. Auf dieses Konto kommen seine tragischen Verlustpartien gegen Lindemeier und Gottschalk (die ja beide von ihm sicher gewonnen waren). Auch er war leider während des Turniers durch außerschachliche Umstände vom völlig konzentrierten Turnierspiel abgelenkt, Sein Erfolg wäre so bestimmt bedeutend besser geworden….alle Teilnehmer blieben noch in bester Laune und Stimmung recht kameradschaftlich zusammen. …

15.08.1934 Die Glocke Rhedaer Vereinsturnier, Runde 1 

Meisterschaftsturnier des Rhedaer Schachvereins
Nachdem die Auslosung vorgenommen wurde, ergab sich folgende Reihenfolge: 1. Breitlauch, 2. Laufkötter, 3. Mathias, 4. Voß, 5. Henzer, 6. Krohn, 7. Wetzel, 8. Von Recklinghausen, 9. Uhrmeister. Schon bald nach Spielbeginn setzten die Kämpfe an den Brettern recht lebhaft und spannend ein. Besonders in der Partie Voß gegen Wetzel spitzte sich der Kampf bald äußerst spannend zu. Wetzel konnte auf die Dauer seinem Gegner nicht den ausreichenden Widerstand leisten. Er kam mehr und mehr in Nachteil und musste denn auch die Waffen strecken. Krohn erkämpfte den ersten Gewinnpunkt in der Partie gegen Henzer. Nach mehreren Stunden gelang es Krohn endlich, in Vorteil zu kommen. Nach und nach gelang es dann Krohn, seinen Vorteil zu vergrößern, und bald hatte er dann auch den wertvollen Punkt in der Tasche. In einer spanischen Partie überspielte Mathias seinen Gegner von Recklinghausen schon in den Eröffnungszügen. Er ließ seinen Gegner nicht einmal zur Rochade kommen. Doch später spielte Mathias nicht die stärkste Fortsetzung, wodurch Recklinghausen sich noch gut halten konnte. Im Endkampf ließ Recklinghausen nach, und Mathias gelang es dann, in die feindliche Stellung einzudringen. Hier vergrößerte dann auch Mathias seinen materiellen Vorteil und gewann durch eine Kombination eine Figur, worauf Recklinghausen aufgeben konnte. Die Partie Laufkötter gegen Uhrmeister wurde nach vierstündigem Kampf in ziemlich schwieriger Stellung abgebrochen. Der Partieausgang ist so noch völlig offen. Breitlauch war spielfrei…. 

18.08.1934 Die Glocke   Neue Schachrubrik in der Glocke  - geleitet von Fritz Mathias

Schach – Das werdende Nationalspiel im deutschen Volksstaat!

Geleitet von Fr. Mathias, Rheda

Der Großdeutsche Schachbund hat es mit zu seiner besonderen Aufgabe gemacht, das Schachspiel dem ganzen deutschen Volk entschieden näherzubringen. Gerade die arbeitenden Volksgenossen, die sich nach der schweren körperlichen Tagesarbeit nach geistiger Betätigung sehnen, haben im Schach ein Mittel, im ernsten Spiel den Geist zu stählen und ihrer Fantasie die Zügel schießen zu lassen. Beim Schachspiel kann der gesunde, unverbildete Volksgenosse am besten beweisen, dass zum folgerichtigen logischen Denken nicht unbedingt ein akademischer Titel erforderlich ist. Um nun recht vielen Volksgenossen die Freude am Schachspiel zu vermitteln, werden wir in der nächsten „Glocke am Sonntag“ mit einem Lehrgang des Schachspiels beginnen. In den laufenden Fortsetzungen kann sich äußerst leicht jeder Leser in das Wesen des königlichen Spiels einführen lassen. 

22.08.1934 Die Glocke Rhedaer Vereinsturnier, Runde 2
In der zweiten Turnierrunde gab es recht spannende und auch harte Kampfpartien. Recklinghausen spielte in einer mit dem Königsbauern eröffneten Partie gegen Voß wieder einmal sehr schnell. Die Folge davon war, dass er durch ein Übersehen in leichter Stellung eine Figur einbüßte. Durch diesen materiellen Nachteil konnte er auch die Partie nicht mehr lange halten. Er gab dann auch bald danach auf. Recht heiß wurde in der Partie Henzer gegen Wetzel gekämpft. Nach gutem Spiel hatte Henzer sogar sehr gewaltigen figürlichen Vorteil erzielt. Der Gewinn sollte für Henzer nur noch eine Frage der Technik sein, aber als Wetzel in verlorener Stellung durch Schachgebot in die gegnerische Stellung eindringen konnte, spielte Henzer sehr ängstlich und ließ überraschend durch dreimalige Zugwiederholung noch ein Unentschieden zu. Eine feine Angriffspartie lieferte Breitlauch gegen Laufkötter. Nachdem Breitlauch in die gegnerische Stellung eingedrungen war, hatte er bald die Qualität gewonnen. Laufkötter verteidigte noch äußerst hartnäckig, musste sich aber später doch geschlagen bekennen. Mit Spannung verfolgten die Spieler die Partie Uhrmeister gegen Mathias. Unerwarteterweise verlief das Treffen aber ziemlich friedlich, da Uhrmeister recht vorsichtig eröffnete. Nachdem schließlich die großen Figuren getauscht waren, ging man ins Turm-Endspiel über. Auch hierkonnte keiner der Spieler etwas erreichen, so dass die Partie nach Ablauf der Spielzeit in unklarer Stellung abgebrochen wurde. Spielfrei war diesmal Krohn. Danach ist der Turnierstand nach der zweiten Runde: Voß 2 Punkte, Mathias 1 (1 Hängepartie), Krohn und Breitlauch je 1 Punkt, Henzer und Wetzel je 0,5 Punkte, Uhrmeister 2 Hängepartien, Laufkötter 0 (1 Hängepartie), von Recklinghausen 0. Die Paarungen der dritten Runde sind Mathias – Breitlauch, Henzer – von Recklinghausen, Krohn – Wetzel, Laufkötter ist spielfrei. 

29.08.1934 Die Glocke      Rhedaer Schachturnier, dritte Runde

In der dritten Turnierrunde des Rhedaer Schachvereins zeigt sich der jugendliche Heuser in der Partie gegen von Recklinghausen von der besten Seite. Recklinghausen hatte bald die allergrößte Mühe, den recht stürmischen Angriffen von Heuser Einhalt zu gebieten. Schließlich wurden dann die großen Figuren abgetauscht und die Spieler gingen mit gleichen Chancen zum Endkampf über. Auch hier kämpfte Heuser ausgezeichnet. Doch endlich, nach langem Kampf, machte Heuser einige schwache Züge, wodurch er in Verluststellung geriet. Damit kam dann von Recklinghausen noch zu einem ziemlich glücklichen Sieg. Äußerst spannend verlief die wichtige Partie Voß gegen Uhrmeister. Schon kurz nach der Eröffnung versuchten die Spieler, Entscheidungen einzuleiten. Während Uhrmeister auf dem Damenflügel zum Angriff überging, leitete Voß auf dem Königsflügel den Angriff ein. Uhrmeister drang aber mit seinem Angriff bei der Aufmerksamkeit von Voß nicht durch und kam, da Voß mit seinem Königsangriff entscheidend weiter kam, in eine recht schwierige, auf die Dauer nicht zu haltende Stellung. Uhrmeister verteidigte sich noch recht zähe, musste aber schließlich doch die Partie aufgeben. Zu der ebenfalls sehr wichtigen Partie Mathias gegen Breitlauch verteidigte sich letzterer französisch. Breitlauch lieferte seinem starken Gegner bis weit ins Mittelspiel einen ebenbürtigen Kampf. Er machte sogar in der gegnerischen Stellung starke Angriffe. Doch Mathias spielte hier sehr geschickt und umsichtig. Er ging sogar zur Überraschung seines Gegners jedem Figurentausch aus dem Wege. In dieser schweren Stellung konnte Breitlauch eine Kombination seines Gegners nicht weit genug durchschauen, so dass Breitlauch einen Bauern zuerst verlor. In dieser Situation, noch ganz durch den fast unmöglichen Bauernverlust stark benommen, machte Breitlauch ziemlich schnell den nächsten Zug und verlor dann durch Schachgebot eine ganze Figur, womit dann Breitlauchs Schicksal besiegelt war. Auch Krohn und Wetzel lieferten einen äußerst hartnäckigen Kampf. Im Partieverlauf gab sich keiner der beiden Kontrahenten eine Blöße, so dass das Spiel nach vierstündigen Kampf im Bauernendspiel als unentschieden beendet werden musste. Laufkötter war diesmal spielfrei.
Danach ist der Turnierstand nach der dritten Runde: Voß 3 Punkte, Mathias 2 Punkte (1 Hängepartie), Krohn 1 ½ Punkte, Breitlauch, Wetzel und von Recklinghausen je 1 Punkt, Heuser ½ Punkt, Uhrmeister 0 Punkt (2 Hängepartien), Laufkötter 0 Punkt (1 Hängepartie). Die Paarungen der vierten Turnierrunde sind von Recklinghausen-Krohn, Uhrmeister-Heuser, Breitlauch-Voß und Laufkötter-Mathias; Wetzel ist in dieser Runde spielfrei. 

06.09.1934 Die Glocke  - Vierte Turnierrunde im Vereinsturnier

Meisterschaftsturnier des Rhedaer Schachvereins

Die vierte Runde des Klubmeisterturniers war äußerst reich an großen Überraschungen. Der jugendliche Henzer entwickelt sich von Runde zu Runde besser. Im Kampf mit Uhrmeister enttäuschte er wiederum von der angenehmen Seite. In einem Königsgambit ließ Uhrmeister die stärkere Fortsetzung aus, und Henzer konnte so bald einen Bauern gewinnen und verteidigen. Im Endkampf hatte Henzer nach schwerem Kampf eine Gewinnstellung erzielt, die er auch zu seinen Gunsten entscheiden konnte und so zu seinem ersten Turniererfolg kam. Moses-Freckenhorst, der als zehnter Turnierteilnehmer nachträglich am Turnier teilnimmt, musste gegen Wetzel die erste Partie, in der sich Moses französisch verteidigte, ebenfalls nach langem Kampf im Endspiel, das schließlich nicht mehr zu halten war, aufgeben. Überraschend schnell ging die Partie Breitlauch gegen Voß zu Ende. Voß verteidigte sich sizilianisch, wogegen Breitlauch nicht korrekt spielte. Die Folgen waren, dass Breitlauch schon im neunten Zuge eine Figur verlor. Wenig später gab Breitlauch den hoffnungslosen Kampf auf. Von Recklinghausen konnte in einem Damengambit gegen Krohn nach abwechslungsreichen Kampf einen weiteren wertvollen Punkt für sich buchen. In der wichtigen Partie Laufkötter gegen Mathias verteidigte sich Mathias französisch.
Schon bald nach der Eröffnung hatte Mathias einen Bauern gewonnen. Trotzdem dann Mathias weiter stark drängte, verteidigte Laufkötter recht gut. Schließlich machte Laufkötter einen etwas oberflächlichen Zug, und schon hatte er die Qualität verloren. Hier dauerte es dann nicht mehr lange ,bis Mathias im Königsangriff die Partie gewinnen konnte.
Damit ist der turnierstand vor der fünften Runde: Voß 4 Punkte, Mathias 3 (1 Hängepartie), von Recklinghausen und Wetzel je 2, Krohn und Henzer je 1,5, Breitlauch 1 (1 Hängepartie), Moses 0 (3 Hängepartien), Uhrmeister und Laufkötter je 0 (2 Hängepartien). Die Paarungen der 5. Runde sind: Voß – Laufkötter, Henzer – Breitlauch, von Recklinghausen – Wetzel, Krohn – Uhrmeister und Mathias – Moses.

14.09.1934 Die Glocke Rhedaer Vereinsturnier, Runde 5

Die fünfte Turnierrunde des Klubmeisterschaftsturniers brachte folgende Ergebnisse: Durch einen schnellen Sieg konnte Voß über Laufkötter die Führung weiter halten. Auch konnte Uhrmeister gegen Krohn in einem Damengambit nach schwerem Kampf endlich zu seinem ersten wohlverdienten Turniererfolg gelangen. Krohn konnte sich wohl bis ins Mittelspiel halten. Aber von da an kam Uhrmeister gewaltig auf und konnte bald durch sein materielles Übergewicht seinen Gegner zur Aufgabe bringen. Die Partie Wetzel gegen von Recklinghausen nahm einen recht abwechslungsreichen Verlauf. Nachdem von Recklinghausen im Mittelspiel eine Figur gewonnen hatte, sollte er ziemlich leicht gewinnen. Aber bald darauf verlor er sie durch eine Unachtsamkeit wieder; gewann aber glücklich einige Bauern dabei, so dass von Recklinghausen hierdurch im folgenden Endkampf sicher die Partie doch noch gewinnen konnte. Mathias verteidigte sich gegen Moses in einem Damengambit mit dem selten gespielten „Albins Gegengambit“. Dadurch, dass Moses diese Verteidigung nicht kannte, kam er auch bald in Schwierigkeiten. Moses kam nicht mehr zur Rochade, verlor bald eine Figur und einige Bauern. Mathias vereinfachte dann das Spiel immer mehr und hatte so zum Schluss durch das materielle Übergewicht die Partie ziemlich schnell gewonnen. Dagegen musste die Partie Heuner gegen Breitlauch nach schwerem Kampf nach langer Spielzeit schließlich abgebrochen werden. Damit ist der Turnierstand nach der fünften Runde: Voß 5 Punkte, Mathias 4 (1 Hängepartie), von Recklinghausen 3,  Wetzel 2, Krohn und Henker je 1,5 Punkte, Uhrmeister und Breitlauch je 1 (und je 2 Hängepartien) Moses 0 (3 Hängepartien), Laufkötter 0 (2 Hängepartien). Die Paarungen der sechsten Turnierrunde sind: Uhrmeister – Wetzel, Breitlauch – Krohn, Laufkötter – Henker, Mathias – Voß, Moses – von Recklinghausen.

22.09.1934 Die Glocke Einteilung der Vereine auf der Bezirksebene 1934/35 und Termine

Die Mannschaftskämpfe im Bezirk Gütersloh 1934/35

Auf der Kreistagung in Bielefeld wurde folgende Neuordnung der Ravensberger Schachvereine zur Austragung der Mannschaftskämpfe in der Spielzeit 1934/35 festgelegt. Die gesamten Vereine werden danach in die Bezirke Bielefeld-Herford und Gütersloh eingegliedert. Dann werden innerhalb dieser Bezirke die Meister ermittelt. Im Rundensystem kämpfen dann die Bezirksmeister um die Kreismeisterschaft. Der jeweilige Klassensieger erhält den Titel „Meister von Ravensberg“ und steigt in der nächsten Serie in die höhere Spielklasse auf. Es kämpfen danach in der 1. Klasse: Gütersloher Schachverein gegen die A-Mannschaften von Bielefeld Rot-Weiß und Bielefelder Schachklub sowie gegen den Herforder Schachverein und gegen Detmold-Salzuflen. In der B- und C-Klasse kämpfen um die Bezirksmeisterschaft der Schachverein Königspringer Gütersloh und der Rhedaer Schachverein. Hier sind die einzelnen Termine: A-Klasse 28. Oktober in Rheda Königspringer Gütersloh-Rhedaer Schachverein; B-Klasse 04. November in Gütersloh: Rhedaer Schachverein-Königspringer Gütersloh; C-Klasse 18. November in Gütersloh Rhedaer Schachverein-Königspringer Gütersloh. Die Mannschaftsstärke wurde grundlegend in den einzelnen Klassen wie folgt festgelegt: Ravensberger Meisterklasse 10 Spieler, A.-Klasse 8 Spieler, B- und C Klasse 6 Spieler. 

27.09.1934 Die Glocke Rhedaer Vereinsturnier, Runde 7

Meisterschaftsturnier des Rhedaer Schachvereins

In der siebenten Turnierrunde des Klubturniers sorgte Laufkötter in der Partie gegen Krohn für die große Sensation. Nachdem Laufkötter nach gutem Spiel schon im Mehrbesitz von zwei Bauern war und das Endspiel ziemlich sicher gewinnen sollte, ließ er sich plötzlich von seinem Gegner bluffen. Die Folge war, dass Krohn einen Bauern an die Dame bringen und damit auch bald die Partie gewinnen konnte. Mathias hatte im Kampf mit Henzer bald einen Bauern gewonnen. In der Folge steuerte Mathias dann ins Endspiel, wo er sicher die Partie gewinnen konnte. Im Spiel von Recklinghausen gegen Uhrmeister beging Weiß in recht schwieriger Stellung eine fehlerhafte Kombination, die Uhrmeister widerlegen und damit auch die Partie gewinnen konnte. Auch Voß hatte gegen Moses bald eine Figur für zwei Bauern gewonnen. Trotzdem Moses noch recht guten Widerstand leistete, musste er schließlich seinem Gegner den Punkt überlassen. Die Hängepartie Mathias gegen Voß musste, da das Bauernendspiel von keinem zu gewinnen war, bald unentschieden gegeben werden. Damit liegen Voß und Mathias immer noch ohne Verlustpartie an der Spitze. Die Partie Wetzel gegen Breitlauch musste, da Letzterer verhindert war, vertagt werden.
Damit ist der Turnierstand nach der siebenten Runde: Voß 6,5 Punkte Mathias, 5,5 Punkte (1 Hängepartie), von Recklinghausen 4 Punkte, Breitlauch und Uhrmeister je 3 Punkte (und  Hängepartien), Krohn 2,5 Punkte, Wetzel 2 Punkte, Henzer 1,5 Punkte, Laufkötter 1 Punkt (2 Hängepartien), Moses 0 Punkte (3 Hängepartien). Die Paarungen der achten Turnierrunde sind: Breitlauch – von Recklinghausen, Laufkötter – Wetzel, Mathias – Krohn, Voß – Henzer und Moses – Uhrmeister. 

01.10.1934 NS-Volksblatt für Westfalen – amtliches Organ der NSDAP  
Rhedaer Vereinsturnier – Runde 7

Schach in Rheda

Die siebente Turnierrunde des Rhedaer Schachvereins verlief nicht ohne Überraschungen für Spieler und Zuschauer. Voß und Mathias konnten ihre Spitzenleistung behaupten. Uhrmeister konnte in einem interessanten Spiel seinen Gegner von Recklinghausen besiegen und damit den Punkt für sich buchen. Die wichtige Hängepartie Voß kontra Mathias brachte noch keine Entscheidung des Turniers, da sich dieselben unentschieden trennten. Die Überraschung brachte das Spiele Laufkötter/Krohn, das günstig für Laufkötter stand, der sich aber zu einem überraschenden Zug verleiten ließ und damit den Punkt an Krohn abgeben musste. Das Spiel Wetzel/Breitlauch wurde vertagt, da Breitlauch verhindert war. 

20.10.1934 Die Glocke Um die Bezirksmeisterschaft der B-Klassen

Nachdem die Mannschaftskämpfe in der A-Klasse schon am letzten Sonntag einsetzten, beginnen jetzt auch die Kampfe in der B-Klasse. Im hiesigen Bezirk kämpfen um die Meisterschaft der Schachverein Königspringer Gütersloh und der Rhedaer Schachverein. Die Königspringer konnten im letzten Jahr in der C-Klasse Meister werden. Danach wird der Kampf gegen die erfahrenen Rhedaer, die auch inzwischen ihre Mannschaft verstärken konnten, ganz besonders spannend und interessant werden. Die Mannschaften treten in folgender Reihenfolge an: Samstag um 8.30 Uhr in Rheda (Gütersloh zuerst genannt): siehe pdf

24.10.1934 Die Glocke Ravensberger Schach-Meisterschaft Klasse B Königsspringer Gütersloh gegen Rhedaer Schachverein 1 ½ : 4 ½ 

Im ersten Turnierkampf um die Gruppenmeisterschaft der B-Klassen mussten die Königspringer in Rheda überraschend hohe Niederlage einstecken. Wenngleich auch die Königspringer in Führung gehen konnten, scheiterten sie aber an anderen Brettern. Am ersten Brett lieferte Droop seinem Gegner Mathias einen ausgeglichenen Kampf. Schließlich hatten sich die Stellungen so ausgeglichen, dass sich die Spieler auf das einzigste remis einigten. Breitlauch-Rheda gewann bald eine Figur gegen Gollenbeck I und damit auch bald die Partie. Reiling I übersah gegen Laufkötter drohenden Figurenverlust und verlor damit die Dame und die Partie. Von Recklinghausen stand lange Zeit gegen Knüppel ziemlich eingeengt. Er konnte sich aber doch befreien, gewann später einen Turm und damit auch die Partie. Uhrmeister lieferte gegen den Gütersloher Gollenbeck II eine gute Angriffspartie, er konnte sogar seinen Gegner, dem ein Fehlzug unterlief, plötzlich im Spiel mattsetzen. Besonders eigentümlich ist, dass an allen Brettern Damengambit gespielt wurde…Wetzel-Rheda gegen Reiling II 0:1… Damit liegen die Rhedaer eindeutig in Führung.

25.10.1934 Die Glocke Bericht über Rhedaer Vereinsturnier

Meisterschaftsturnier des Rhedaer Schachvereins

In der achten Runde des Klubturniers kam Laufkötter in der Partie gegen Wetzel, nachdem er im Anfang einen ziemlich stark aussehenden Angriff eingeleitet hatte, im Endspiel durch einen unüberlegten Zug in eine glatte Verluststellung, die Wetzel dann sicher gewinnen konnte. In der Partie Voß gegen Heuser war ersterer stets überlegen und hatte auch so bald den Punkt sicher erkämpft. Mathias kam ebenfalls im Spiel gegen Krohn nach präzisem Spiel zu einem weiteren Punkt. In der Hängepartie Laufkötter gegen Uhrmeister gab es noch trotz der recht schwierigen Stellung einen äußerst spannenden Kampf zu sehen. In vortrefflicher Art opferte Uhrmeister im richtigen Moment einen Turm in der gegnerischen Königsstellung und konnte darauf mit der Dame seinen Gegner mattsetzen. Die Hängepartie Uhrmeister gegen Mathias nahm noch einen recht dramatischen Verlauf. Nachdem die Partie ins Endspiel gekommen war, tauschte Mathias falsch ab und verlor erst einen Bauern. Damit hatte Uhrmeister starke Chancen, die Partie zu gewinnen. Doch als er einen weiteren Bauern gewinnen wollte, gelang es Mathias im letzten Moment, mit seinem König in die gegnerische Bauernstellung einzudringen und den Verlust wieder aufzuholen. Danach wurde die Partie zwangsläufig unentschieden. Ferner gelang es Krohn im Spiel mit Moses nach recht guter Leistung einen weiteren wertvollen Zähler zu erkämpfen. Er hat in den letzten Runden sich gut in der Wertungstabelle nach vorn gekämpft, und man kann von ihm noch allerlei erwarten. Bis jetzt haben die Tabellenführer noch keinen Verlust erlitten. Es wird hier noch zu einem scharfen Schlusskampf in der zweiten Serie kommen. Damit ist der Tabellenstand vor der neunten Turnierrunde: Voß 7,5 Punkte, Mathias 7, Uhrmeister 4,5 (1 Hängepartie),  von Recklinghausen 4 (1 Hängepartie), Krohn 3,5 Punkte, Breitlauch 3 Punkte (3 Hängepartien), Wetzel 3 Punkte (1 Hängepartie), Heuser 1,5 Punkte, Laufkötter 1 Punkt (1 Hängepartie), Moses 0 Punkte (3 Hängepartien).
Die Paarungen der letzten Runde der ersten Serie sind: Krohn-Voß, Wetzel-Mathias, von Recklinghausen-Laufkötter, Uhrmeister-Breitlauch und Heuser gegen Moses.

26.10.1934 Die Glocke Mannschaftskampf Königspringer Gütersloh - Rheda

Nachdem die Mannschaftskämpfe um die Gruppenmeisterschaft schon recht hart eingesetzt haben, starten nun auch die C-Klassen. Um die Gruppenmeisterschaft im hiesigen Bezirk kämpfen der Schachverein Königspringer Gütersloh und der Schachverein Rheda. Der erste Punktekampf steigt Sonntagnachmittag in Rheda und wird spannende und interessante Kämpfe liefern. Da beide Mannschaften sich noch nicht im Wettbewerb getroffen haben, ist es besonders schwer, einer Partei besondere Chancen zu geben. Die Mannschaften nehmen in folgender Aufstellung den Kampf auf: (Gütersloh zuerst) Knüppel – Krohn, Gollenbeck – Moses, Reiling – Wetzel, Ruhenstroth – Güllentrop, Bilo – Henzer, Gellermann  Humme. 

29.10.1934 Die Glocke Um den Silberschild der Stadt Bielefeld – Fr. Matthias vom Rhedaer Schachverein zugelassen

Ein Schachturnier von größten Ausmaßen beginnt am 1. November in Bielefeld. Zu dem Turnier um die Stadtmeisterschaft von Bielefeld und den Silberschild des Oberbürgermeisters ist bereits die Riesenzahl von 60 Teilnehmern gemeldet. Der wertvolle Silberschild ist ein Wanderpreis mit Schachsymbolen und dem Wappen der Stadt Bielefeld. Außerdem winkt noch ein Ehrenpreis für die beste Gesamt-Vereinsleistung. Außer den gesamten Bielefelder Vereinen beteiligen sich die Brackweder Spieler in starker Anzahl, und Mathias vom Rhedaer Schachverein ist als Mitglied des Großdeutschen Schachbundes zugelassen worden. Die Ausscheidung des gigantischen Kampfes erfolgt nach Schweizer System in 12 Runden. Danach kämpfen in der Siegergruppe 12 Spieler um den Silberschild. Um eine reibungslose Durchführung zu ermöglichen, sind außer der Zulassungsbescheinigung eine ausführliche Turnierbestimmung der Stadt Bielefeld erlassen. 

03.11.1934 Die Glocke Bericht über Mannschaftskampf gegen Königspringer Gütersloh in C-Klasse 3:3

Im ersten Meisterschaftskampf um die Gruppenmeisterschaft der C-Klasse traten die obigen Mannschaften in kompletter Aufstellung an und lieferten sich einen schweren und langen Kampf. Den ersten Partiesieg konnte Humme für Rheda melden. Er konnte gegen Gellermann ziemlich schnell in der gegnerischen Stellung eindringen. Doch hier gelang es Schwarz, sich noch soeben zu retten. Als dann aber Humme später einen Turm gewann, musste Schwarz aufgeben. Auch Henzer hätte gegen Bülow, der durch Bauerngewinn seine Dame stark in Gefahr brachte, sicher einen Turm gewinnen können. Doch der Rhedaer übersah die starke Chance, so dass der Gegner noch die Dame rechtzeitig zurückbringen konnte. Später kam der Gütersloher in materiellen Vorteil und Henzer musste nach langer Gegenwehr noch im Endkampf die Partie aufgeben. Ebenso verlor Güllentrop gegen Ruhenstroth recht frühzeitig eine Figur. Trotzdem musste der Gütersloher noch recht lange kämpfen, bis er seinen gut verteidigenden Gegner zur Aufgabe bringen konnte. Die Partie Reiling geg8en Wetzel nahm einen sehr wechselvollen Verlauf. Nach schwerem Kampf konnte der Rhedaer ins gegnerische Lager eindringen. Aber der Gütersloher verteidigte sich hier sehr umsichtig. Wetzel verlor dann entscheidendes Material und stand ziemlich auf Verlust. Doch später verfehlte Reiling im entscheidenden Augenblick die richtige Fortsetzung und Wetzel kam darauf sogar zu Figurengewinnen, womit er auch den wichtigen Zähler erkämpfte. Moses gelang es, in der Partie gegen Gollenbeck nach mehrstündigem Kampf einige Bauern zu gewinnen. Als er dann nach Figurenabtausch noch einen weiteren Bauern gewann, sah Gollenbeck ein das ein Weiterspielen zwecklos war, er gab daher hier die Partie auf. Damit stand noch der letzte Kampf aus. Hier lieferte Krohe dem Gütersloher Knüpper einen gleichwertigen Kampf. Jedoch nach fünfstündigem Kampf fand Krohe nicht mehr in schwerer Stellung die stärkste Fortsetzung, so dass sein Gegner dann einen Freibauern in die Dame bringen und damit noch den Wettkampf unentschieden halten konnte. 

03.11.1934 Die Glocke weiterer Bericht als Vorschau

Die zweite Runde der Meisterschaftskämpfe in Ravensberg

…In der B-Klasse gibt es den Entscheidungskampf zwischen Königspringer und Rheda. Da die Emsstädter im ersten Gang einen ziemlichen Punktevorsprung erkämpfen konnten, werden die Königspringer alles daran setzen müssen, wenn sie den Unterschied verringern wollen. Auch hier sollte Rheda nach hartem Kampf mit knappem Vorsprung Sieger bleiben.

06.11.1934 Die Glocke Bericht über Turnier um den Silberpokal der Stadt Bielefeld

Das große Turnier begann mit einer Teilnehmerzahl von 70. In zehn Runden werden die zwölf ersten Spieler ermittelt, die dann endgültig um die Meisterschaft kämpfen. Die übrigen spielen dann um die Nachwuchsmeisterschaft. Bereits in der ersten Runde traf Mathias (Rhedaer Schachverein) auf Rahmann (Brackwede), einen Spieler der dortigen A-Klasse. Als Nachziehender gewann Mathias bald die Qualität und damit nach einiger Zeit sicher die Partie. 

06.11.1934 Die Glocke Bericht über das zweite Spiel gegen Königsspringer Gütersloh (Rückkampf)

Mit einem glatten Siege konnten sich die Rhedaer auch in dem Gütersloher Rückkampf zur Geltung bringen. Die gastgebenden „Königsspringer“ vermochten nur am vierten Brett durch G. Reiling, der von Recklinghausen zum Gegner hatte, einen halben Punkt zu erringen. Einen sicheren Sieg für Gütersloh vergab am sechsten Brett Ruhenstroth gegen Uhrmeister (Rheda), der einen bösen Fehler seines Gegners geschickt ausnutzen konnte. Mit einem Partieverhältnis von 10:2 haben die Rhedaer damit die Meisterschaft errungen und kämpfen nun in den kommenden Aufstiegsspiele zur A-Klasse und um die Kreismeisterschaft mit den Gruppensiegern von Bielefeld und Herford. In ihrer jetzigen Form haben die Rhedaer auch dort ziemliche Aussicht die Meisterschaft zu erringen. Die Ergebnisse (Gütersloh zuerst genannt) Droop-Mathias 0:1, Keßler-Breitlauch 0:1, B. Gollenbeck-Laufkötter 0:1, E. Reiling-von Recklinghausen remis, Knüppel-Uhrmeister 0:1, Ruhenstroth-Krohn 0:1

17.11.1934      Vorbericht zum Spiel gegen die Königspringer in der C-Klasse

Aus der C-Klasse
„Königspringer“ Gütersloh  - Schachverein Rheda

Im Kampf um die Meisterschaft in der C-Klasse im hiesigen Bezirk komme am Sonntag dieses Spiel in Gütersloh zur Austragung. Nachdem das erste Spiel in Rheda nach schwerem Kampf unentschieden endete, wird es im Entscheidungskampf besonders spannende und harte Kämpfe geben Besonders werden die „Königspringer“ bemüht sein, die Gruppenmeisterschaft zu erkämpfen, da sie in der B-Klasse den Nachbarn den Titel überlassen mussten.
Die Brettbesetzung siehe oben

24.11.1934 Die Glocke  - Rheda auch in C-Klasse Gruppensieger
Zum Entscheidungskampf um die Gruppenmeisterschaft in der C-Klasse mussten die Rhedaer die Fahrt zu den Gütersloher „Königspringern“ mit fünf Spielern antreten. Nachdem die B-Mannschaft die Meisterschaft erkämpft hatte, wollten die Nachwuchsspieler auch nicht zurückstehen. Erst nach gut dreistündigem Kampf gelang es den Rhedaern, den Ausgleich zu erreichen. Moses konnte nach schwerem Kampfseinen Gegner im Bauernendspiel niederringen. Dann konnte man feststellen, dass bei den Nachwuchsspielern der kämpferische Einfluss, vor dem theoretischen Wissen, im hartem anstrengenden Schlusskampf den Gewinn-Ausgang herbeiführte. So blieb Wetzel gegen Ruhenstroth nach ebenso schwerem Kampf im Bauernendspiel sicherer Sieger. Kurz darauf gelang es Henker plötzlich in der gegnerischen Stellung einzudringen und den überraschten Gegner mattzusetzen. Nach diesem weiteren Erfolg benötigten die Rhedaer noch einen halben Zähler, um Sieger zu sein. Den erkämpfte dann Güllentrop sicher gegen Bilo. Er bot seinem Gegner, trotzdem er in der Stellung einen Bauern mehr hatte, remis an, das der Gütersloher auch, da er an dem Ausgang nichts mehr ändern konnte, annahm. In der letzten Partie spielte danach Krohn gegen Gollenbeck zum Schluss ziemlich ungenau, womit dann der Gütersloher noch die Partie gewinnen konnte. Das sechste Brett für Königspringer kampflos gewonnen. Damit hatten die Rhedaer mit dem knappen Ergebnis von  3 ½ : 2 ½ auch in der C-Klasse die Meisterschaft gewonnen. 

25.11.1934 Die Glocke – Mathias spielt Turnier um den Silberpokal in Bielefeld

Im Turnier um den Silberschild der Stadt Bielefeld liegt Mathias in der Spitzengruppe

In der zweiten Runde traf Mathias – Rheda auf den Bielefelder Kumlehn vom Schachverein Eckbauer. In einem Damengambit gewann Mathias schon recht früh einen wichtigen Bauern und nach kräftigem Endspurt in feiner Weise den wichtigen Zähler…In der dritten Runde…Mathias hatte Burmann vom Bielefelder Schachklub zum Gegner. In einem Damengambit gewann er nach scharfem Eröffnungskampf zwei Figuren für einen Turm und damit die Partie….Danach traf Fr. Mathias- Rheda in der vierten Runde auf den Westfalenmeister Seitz…In einem Damengambit unterlief Mathias leider ein Eröffnungsfehler, den Seitz stark ausnutzen könnte und damit sicher die Partie gewann. …

26.11.1934 Die Glocke aktuelle Situation in der B- und C-Klasse

Nachdem nun bereits in den drei Gruppen der B-Klasse die Meister in dem Bad Oeynhausener Schachverein, dem Bielefelder Schachclub und dem Rhedaer Schachverein feststehen, werden in Kürze die Aufstiegskämpfe zur A-Klasse (der höchsten Mannschaftsklasse im Großdeutschen Schachbund) ihren Anfang nehmen. Da diese Kämpfe einrundig nach Punktesystem ausgekämpft werden, kann man keiner Mannschaft besondere Chancen geben, doch hoffen wir, dass der hiesige Vertreter ein ernstes Wort mitsprechen wird.

In der C-Klasse stehen in den anderen Gruppen die Meister noch aus, so dass sich hier die Mannschaft der Rhedaer mit der nötigen Umsicht auf die kommenden Gegner vorbereiten kann.