Das Jahr 1935

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03.01.1935 Die Glocke Meisterschaftsturnier des Rhedaer Schachvereins

Nun sind im Vereinsmeisterschaftsturnier in der ersten Serie die Kämpfe bis auf zwei ausgetragen. Leider gab es auch zwei Ausfälle; so konnte Voß das Turnier nicht durchhalten und Moses-Freckenhorst kann die Kämpfe infolge ungünstiger Verbindung nicht mehr mitmachen. In den letzten Kämpfen gab es zwischen Uhrmeister und Breitlauch eine schwere Partie. Erst nach Wiederbeginn konnte Uhrmeister siegreich bleiben. Eine furiose Partie wechselten von Recklinghausen und Breitlauch. Nachdem Breitlauch ein inkorrektes Opfer brachte, sollte von Recklinghausen gewinnen, aber auch er beging einen groben Fehlzug, der die Chance und den wertvollen Punkt kostete.
Wetzel leistete in der Partie gegen Mathias äußerst starken Widerstand. Alle Gewinnversuche scheiterten von der umsichtigen Verteidigung von Wetzel. Erst nach Wiederbeginn gelang es Mathias, zwei Bauern zu gewinnen. Aber auch jetzt kämpfte Wetzel noch recht zäh weiter, bis endlich Mathias in die Stellung eindringen und nach einiger Zeit die schwere Partie gewinnen konnte. Damit ist der Schlussstand 1. Mathias 6 ½ Punkte, Uhrmeister 5 ½ Punkte, Breitlauch 4 Punkte (1 Hängepartie), von Recklinghausen 3 Punkte (1 Hängepartie), Krohn 2 ½ Punkte, Wetzel 2 Punkte (1 Hängepartie), Henter 1 ½ Punkte, Laufkötter 1 Punkt (1 Hängepartie). 

12.01.1935 Die Glocke Ausscheidungsklasse in regionaler B- und C-Klasse

In der B-Klasse beginnen die Ausscheidungskämpfe im Februar. Hier trifft der Sieger der hiesigen Gruppe, der Rhedaer Schachverein auf den Bielefelder Schachklub und den Bad Oeynhausener Schachverein. Da aus diesen Kämpfen die Mannschaft mit den meisten Gewinnpunkten als Sieger gilt, wird es hier besonders schwere Punktekämpfe geben.

In der C-Klasse trifft der Sieger der Gruppe, der Rhedaer Schachverein, im Hin- und Rückspiel auf den Brackweder Schachklub. Auch hier wird es heißumstrittene Kämpfe um die Meisterschaft geben. 

12.01.1935 Die Glocke über den Zwischenstand bei der Bielefelder Stadtmeisterschaft 

Der Kampf um den Silberschild und die Meisterschaft der Stadt Bielefeld – Mathias-Rheda noch ohne Gewinnpartie

Nach der dringend nötigen kurzen Ruhepause begann unter den zwölf Ersten der Endkampf um den Silberschild und den Titel von Bielefeld. In der Reihenfolge nach der Beendigung der Kämpfe bildet gleichzeitig die Städtemannschaft, und so wird in Schachkreisen dem Endturnier größte Aufmerksamkeit zuteil Die Ergebnisse der ersten Runde:

Mathias-Rheda eröffnet gegen Tillmann mit dem e-Bauern. Letzterer verteidigt sich französisch und gewinn einen Bauern. Mathias spielt gegen seine sonstige bekannte Sicherheit ziemlich aufgeregt und das Spiel scheint schon aus für ihn. Schwarz kommt jedoch jetzt in eine Krise und lässt nach; so dass Mathias Gegenchancen erhält. Nach fast fünfstündigem Kampf jedoch verliert Weiß entscheidendes Material und muss aufgeben….

In der zweiten Runde eröffnet Mathias wieder mit e2-e4 gegen den Bielefelder Schrickler. Wiederum französisch. Aber Mathias spielt diesmal hervorragend. Er überspielt seinen Gegner völlig und nach Ablauf der Spielzeit  steht der Rhedaer mit drei verbundenen Bauern plus glatt auf Gewinn. Er ließ seinen starken Gegenspieler nicht zur Ruhe kommen. ….

06.02.1935 Die Glocke   Wer wird Meister der Westfalen?

Die Mannschaftskämpfe der Schachkreise des Landesverbandes Westfalen beginnen am 28. D. Monats. Es beteiligen sich alle 14 Kreise mit Zehnermannschaften nach dem Ausscheidungssystem. Der Ravensberger Kreis ist bis auf Kleinigkeiten seiner früheren Aufstellung treu geblieben. Eine Verstärkung der Mannschaft bedeutet die Einschiebung von Grapa. In der 1. Runde gibt es einen Großkampf zwischen Ravensberg und Großdortmund in Hamm. Mannschaftsaufstellung des Ravensberger Schachkreises:… 9. Mathias (Rheda) …

07.02.1935 Westfälische Zeitung : Bielefelder Tageblatt  Die Endrundenkämpfe um den Silberschild

An Hängepartien wurde erledigt: Mathias gegen Peppmöller. Beide Gegner machten nach der Wiederaufnahme die gewagtesten Gewinnversuche. Peppmöller fand die beste Fortsetzung, an der Mathias nichts machen konnte. Erst nach zehnstündigem schweren Kampf gaben die Gegner in ausgesprochener Remisstellung die Aussichtslosigkeit des Weiterspielens auf…..

Die Kämpfe der fünften Turnierrunde: ….In der Partie Mathias gegen Siemer war letzterer entschuldigt….

Die sechste Turnierrunde:…. Mathias behandelt ein Zweispringerspiel gegen Seitz nicht mit der besten Fortsetzung. Er kommt dadurch später in Nachteil, und einen ziemlich gefährlichen Königsangriff kann Seitz abwehren. Danach kommt Seitz zum Gegenangriff und gewinnt…

Der Stand nach der sechsten Turnierrunde:….Mathias je ein halber Punkt.

15.03.1935  Westfälische Zeitung : Bielefelder Tageblatt Um die Meisterschaft von Ravensberg

Mathias Rheda an der Spitze

Zum Kampf um die Meisterschaft von Ravensberg 1935 sind in diesem Jahr nur die besten Nachwuchsspieler ausgesucht worden. Außer dem Titel „Ravensberger Meister von1935“ winken dem Sieger die großen Chance, den ravensberger Schachkreis bei den diesjährigen Westfalenkämpfen in Hagen im Juli zu vertreten. Zum Kampf stellen sich nun…. Mathias vom Rhedaer Schachverein. Da alle Teilnehmer sehr  spielstark sind, ist der Sieger im Voraus natürlich nicht zu bestimmen….. 1. Runde …Mathias startete gleich mit einem großen Erfolg über Lindemeier-Bielefeld. In einem Damengambit des Bielefelders verteidigte sich der Rhedaer mit der Damenindischen Verteidigung. Während der Bielefelder in der Brettmitte die Streitkräfte aufbaute, operierte Mathias sehr zurückhaltend, und erst nach der sicheren Rochade drang er nach einer Umgruppierung des Rotweißen mit Springer in die gegnerische Stellung ein. Als Mathias zum Abschluss noch die Qualität opferte, war die gegnerische Widerstandskraft gebrochen. Der Bielefelder gab auf….Damit hat Mathias -Rheda vorerst die Führung des Turniers übernommen. 

15.04.1935  Die Glocke Ravensberger Meisterschaft 1935

In kürzester Zeit beginnt wieder fas größte und wichtigste Turnier in Ravensberg, das Einzelmeisterturnier. Der Sieger in diesem großen Turnier erhält den Titel Ravensberger Meister 1935, sowie einen Poka, und ist der Vertreter an den westfälischen Meisterschaften in Hagen….Die endgültige Teilnehmerliste werden wir noch bekanntgeben. U.a. ist Mathias (Rheda) wieder zugelassen.

Ranglisten-Kämpfe in der Ravensberger Meistermannschaft
Innerhalb der Kampfmannschaft von Ravensberg sind vom Bundesführer für die nächsten Monate Pflichtspiele festgelegt worden.  Die danach sich ergebende Mannschaft und der jeweilige Stand ist maßgebend für jede Meldung. In jedem Monat hat aufgestellte Spieler (auch Ersatzspieler) mit seinem Vordermann zwei Kämpfe auszutragen. Gewinnt der Herausforderer einen Kampf, so rückt an den Platz des Verlierers. Nachfolgend die erste Ranglistenaufstellung für 1935:…..9. Mathias (Rheda)…

29.05.1935 Westfälische Zeitung : Bielefelder Tageblatt  Ravensberger MeisterschaftNach der Vorschlussrunde führt Mathias (Rheda) weiter die Tabelle an

Mit der vorletzten (4.) Turnierrunde traten die Kämpfe um die Ravensberger Meisterschaft in das entscheidende Stadium. Mathias konnte durch einen sicheren Erfolg über Tempelmeier die Führung behaupten. Der Rhedaer verteidigte sich in einem Damengambit mit der indischen Verteidigung und kam, da der Rotweiße die Stellung ziemlich schwach behandelte, bald in fühlbaren Stellungsvorteil Tempelmeier konnte den Materialverlust nicht verhindern. Der restliche Teil der Partie war dann für Mathias Sache der Technik, um den Sieg sicher zu stellen.
Die sizilianische Partie Schumer gegen Lindemeier stand lange Zeit ausgeglichen. In diesem für Schumer bedeutungsvollem Kampf kam es nach vierstündigem Spiel zu sehr schwerer Stellung. Hier griff Schumer die gegnerische Königstellung mächtig an und hatte zum Abschluss die Qualität gewonnen. Damit war die Widerstandskaraft von Lindemeier gebrochen und hier ebenfalls der Schluss eine sichere Angelegenheit für Schumer, der damit zum zweiten Turniererfolg kam.
Das Treffen von Baudissin gegen Haller musste vertagt werden, da der Bielefelder verhindert war.
Der Stand ist vor der letzten Runde: 1. Mathias 3 Punkte; 2. Schumer-Bielefeld 2 Punkte und 1 Hängepartie; 3. Haller Brackwede 1 ½ Punkte und zwei Hängepartien; … 

31.05.1935 Westfälische Zeitung : Bielefelder Tageblatt

Um die Ravensberger Meisterschaft  Mathias-Rheda bleibt in Führung

….
Die Partie Mathias gegen Haller und die rückständigen Kämpfe wurden auf einen späteren Termin verschoben. Der Stand des Turniers nach der Schlussrunde: 1. Mathias – Rheda 3 Punkte und 1 Hängepartie….

22.06.1935     Die Glocke Schachgroßkampf in Gütersloh

Von langer Hand vorbereitet, findet Sonntag ein Schachgroßkampf in Gütersloh an 30 Brettern statt. Die drei Schachvereine des hiesigen Bezirks, Gütersloher Schachverein, Schachklub Königspringer und Rhedaer Schachverein stellen eine Mannschaft von 30 Spielern, zum ersten Freundschaftskampf gegen den großen Bielefelder Schachverein Eckbauer. Da die Spielstärke der Bielefelder ziemlich unbekannt ist, werden die Kämpfe besonders interessant und spannend werden. Ausgetragen werden die Kämpfe im Vereinslokal des Gütersloher Schachvereins Restaurant Witte „Unterm grünen Baum“. 

25.06.1935 Gütersloher Volks-Zeitung Bericht über den Schachgroßkampf

Gütersloh schlägt Bielefeld

Kombinierte Gütersloher Mannschaft gegen Bielefeld Eckbauer 8:2
Der Freundschaftskampf Gütersloh und Rheda gegen Bielefeld-Eckbauer hatte unter dem schönen Wetter zu leiden. Die Bielefelder waren nur mit 10 Spielern erschienen, so dass zahlreiche Gütersloher den Kampf als Kiebitze verfolgen könnten. Die hiesigen Spitzenspieler waren den Gästen sehr überlegen. An den ersten Brettern gab es nicht einen Punkt für die Bielefelder. So gewann Krettek vom Schachverein als Nachziehender in einem Damengambit mit seiner Spezialverteidigung (königsindisch) nach schwerem Kampf in fünf Stunden gegen Menke. Mathias vom Rhedaer Schachverein lieferte in einem Damengambit gegen eine feine Angriffspartie. Nach einem Qualitätsopfer des Rhedaers hatte der Bielefelder nichts mehr zu erhoffen. Ebenso verteidigte sich der Königspringer Reiling in einem Damengambit sehr umsichtig. Er kam später zum Angriff und gewann dann anschließend im Endkampf gegen Becker sicher. 

27.08.1935 Die Glocke Die große Ravensberger Schachwoche in Bielefeld eröffnet

Eingeleitet wurde die Schachwoche von Ravensberg-Lippe mit der vom Leiter Peppmüller-Bielefeld einberufenen Kreisfachleitertagung. Dazu hatten die Schachvereine Bielefelder Schachklub, Rot-Weiß Bielefeld, Eckbauer Bielefeld, Brackweder Schachverein, Gütersloher Schachverein, Rhedaer Schachverein, Schachverein Herford, Bad Oeynhausen, Elverdissen, Salzuflen und Detmold ihre Obmänner entsendet. Nach Entgegennahme des Kassenberichts 1934 behandelte der Kreisfachleiter ausführlich die beginnende Schachwoche und damit die Lehrabende des Olympiatrainers Bogoljubow. Insbesondere wurde über das letzte Spieljahr Bericht erstattet. Als Vertreter von Ravensburg konnten sich A. Seitz-Bielefeld und der Meister von Ravensberg, Haller-Brackwede, am Westfälischen Schachkongress in Hagen teilnehmen. Hier schied Haller in den Vorrundenkämpfen aus, während der erfahrene Vorkämpfer Seitz sich wieder einen guten Platz in der Westfalenmannschaft erobern konnte. In den Mannschaftskämpfen wurde der Bielefelder Schachklub in der A-Klasse Sieger. In der Gruppe Gütersloh errang der Rhedaer Schachverein  in der B- und C-Klasse die Meisterschaft. In der neuen Spielserie bilden Gütersloher Schachverein und Rheda eine starke B- und C-Klasse. Im Kampf um die Westfalenmeisterschaft wurde die Ravensberger Mannschaft in Hamm von Dortmund vom weiteren Spiel ausgeschaltet. Um diesen Misserfolg im Zukunft zu verhindern, werden die Spitzenspieler in Ranglistenkämpfen besonders geschult. Anschließend wurden die Meldungen zu den kommenden Serienkämpfen abgegeben. Nach reger Aussprache wurde die Kreistagung dann beendet. 

28.08.1935 Die Glocke    Ravensberger Schachwoche in Bielefeld

In der ersten Turnierrunde des Olympia-Trainingsturniers gab es für die zahlreichen Zuschauer interessante und spannende Kämpfe. Peppmöller konnte in einer Caro-Kann-Eröffnung gegen Mathias im Partieverlauf ein korrektes Bauernopfer anbringen. Dadurch km der Rhedaer bald in großen Nachteil und musste den Kampf aufgeben….

In seiner zweiten Schachlehrstunde behandelte der Olympiatrainer Bogoljubow sehr ausführlich die alte italienische Eröffnung. Sehr aufmerksam verfolgte die zahlreiche Schachgemeinde die Ausführungen Bogoljubows am Demonstrationsbrett. Die verschiedensten Varianten wurden gemeinsam durchgenommen und analysiert. Weiter sprach der Olympiatrainer in längeren Ausführungen über die weitere Verbreitung des königlichen Spiels im deutschen Volke. Er kam hierbei auch auf das von ihm in nächster Zeit erscheinende Lehrbuch für die Schuljugend, „Das Schulschach“, zu sprechen. Am Schluss dankten die Schachfreunde Bogoljubow freudigst für seine lehrreichen Ausführungen.
In der zweiten Turnierrunde des Olympiaturniers stand Mathias gegen Tempelmeier sehr gut. Jedoch fürste er im weiteren Kampfverlauf den Angriff nicht zielbewusst durch. So kam Tempelmeier schließlich zum Gegenangriff und konnte seinen Gegner noch vor der Zeitkontrolle zum Aufgeben zwingen. Alle anderen Kämpfe mussten abgebrochen werden…..

13.09.1935   Gütersloher Zeitung   Rhedaer Schachverein –  Vor der Saison

Vom Schachverein

In den letzten Monaten ist hier eine starke Aufwärtskurve des königlichen Spieles zu verzeichnen. Besonders, da es jetzt an den Winter geht, kann man manche Stunde mehr für das schöne Spiel opfern. Auch der Rhedaer Verein geht wieder mit Nachdruck an die Arbeit. Schon in den nächsten Wochen wird mit den Trainings- und theoretischen Gemeinschaftsstunden begonnen. Die Mannschaftskämpfe, die spätestens im November beginnen, werden in Verbindung mit dem Gütersloher Schachverein in allen Klassen ausgetragen. Ebenso wird in Kürze das Vereinsturnier beginnen. Auch an den Gütersloher Stadtmeisterschaften wird der Rhedaer Verein teilnehmen.

27.09.1935 Die Glocke  - Vor Beginn der Mannschaftskämpfe

Um für die in Kürze beginnenden Kämpfe um die Mannschaftsmeisterschaft 1935-36 von Ravensberg-Lippe gerüstet zu sein, haben sich der Gütersloher und der Rhedaer Schachverein zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen und gehen so mit entschieden besseren Aussichten als in der vorjährigen Spielserie in die schweren Kämpfe. Die Meldungen wurden für die Meisterschaft der -Klasse und seit langer Zeit auch für die B-Klasse abgegeben, während das Aufstellen einer C-Klasse von den übrigen Vereinsmeldungen abhängig ist. Besonders haben jetzt die zahlreichen Nachwuchsspieler ausreichende Gelegenheit, sich im harten Turnierkampf zu schulen und zu härten. Die Mannschaften: A-Klasse 1 .Krettek, 2 Mathias, 3. Esselbrügge,, 4 Dörnen, 5 Hußner, 6 Uhrmeister, 7 Ramforth, 8 Laufkötter. Ersatzspieler und B-Klasse: 1 Krohn, 2 von Recklinghausen, 3 Schimmel, 4 Moses, 5 Pohlmann, 6 Schomberg. Als Ersatz und Spieler für die C-Klasse kommen die übrigen Spieler beider Vereine in Betracht. Die Aufteilung und die Reihenfolge in beiden Klassen wurden nach Ausscheidungskämpfen festgelegt. Krettek, Mathias und Esselbrügge haben sich schon in den schwersten Kämpfen oftmals bewährt und bilden so das notwendige Rückgrat für die übrigen Spieler. Besonders ist Krettek als zäher und hartnäckiger Verteidigungsspieler bekannt, und Mathias hat bei seinem großen Wissen und als Spieler der Ravensburger Meistermannschaft keinen Gegner zu fürchten. Ebenso ist Esselbrügge besonders in harten Turnierkämpfen erfahren und nur selten hat er eine Niederlage einstecken müssen. Dörner und Hußner haben ebenso in vielen Kämpfen mit Erfolg gespielt und sind so auf den mittleren Plätzen die richtigen Leute. Uhrmeister als Neuling in der A-Klasse hat sich sonst immer gut bewährt und besonders auf den letzten Brettern wird er sicherlich ein gewichtiges Wort mitsprechen. Ebenso sind Ramforth und Laufkötter Neulinge in der ersten Klasse. Doch auch sie sind erfahrene Kämpfer, die sicherlich manchen Erfolg mit nach Hause bringen werden. Auch die Ersatz- und B-Klassenspieler haben sich ihre Plätze wohlauf in den vorangegangenen Kämpfen verdient. Hier werden die Rhedaer Krohn und von Recklinghausen als Spitze ihren Mann stehen und dafür auch das nötige Verantwortungsgefühl haben. Schimmel, Moses und Pohlmann sind ebenso befähigte Spieler und werden nicht enttäuschen; besonders Pohlmann ist durch die langjährige Spielerfahrung in der ersten Mannschaft immer noch gefährlich. Er wird bestimmt beweisen, das seine Schlagkraft und sein Stehvermögen immer noch so groß sind wie die der jungen Spieler. Hiervon ist Schomberg zu nennen, der sich als Nachwuchsspieler und erfreuliches Talent schnell entwickelt hat und seine Sporen erst in den Turnierkämpfen verdienen will. Mit diesen wohlvorbereiteten Mannschaften glauben wir diesmal besser abzuschneiden als im vorigen Jahr. 

08.10.1935 Die Glocke Beginn der Mannschaftskämpfe

Zu den Mannschaftskämpfen um die Ravensberger Meisterschaft haben folgende Vereine ihre Meldungen abgegeben: Bielefelder Schachclub als Titelverteidiger, Rotweiß Bielefeld, Herforder Schachverein, Schachverein Lippe und Gütersloher Schachverein sowie Rheda. Die Brackweder haben bis zum festgesetzten Termin der A-Klassen-Kämpfe die Meldungen nicht abgegeben, so dass sie sehr wahrscheinlich nicht mehr zugelassen werden können, da die Kämpfe schon am 13. Oktober beginnen und bis zum Jahresschluss durchgeführt werden müssen.

Große Chancen haben auf den Titel eines Meisters von Ravensberg-Lippe in der A-Klasse, die in letzter Zeit stark nach vorn gekommenen Bielefelder Rotweißen. Aber auch die verstärkte Gütersloh-Rhedaer Spielgemeinschaft kann neben den Herfordern und Lippern größte Überraschungen hervorbringen. So wird der Titelverteidiger auch in diesem Jahre mit heftigen Angriffen auf seine alte Vormachtstellung rechnen müssen.
In der B-Klasse, die ebenso eine große Besetzung aufzuweisen hat, kämpfen der Bielefelder Schachclub, Rotweiß Bielefeld, Eckbauer, Herforder Schachverein, Bad Oeynhausen, Gütersloher Schachverein und Rheda und Königsspringer Gütersloh sehr wahrscheinlich. Auch hier wird jede Mannschaft verbissen um den Sieg kämpfen, besonders, da hier der Sieger im nächsten Jahre in der ersten Klasse spielberechtigt ist. Somit stehen den Schachspielern in Ravensburg-Lippe in den nächsten Monaten spannende und ereignisreiche Spiele bevor, und mit Spannung erwartet man die erste Turnierrunde, die bestimmt manche Überraschung bringen wird. 

10.10.1935 Die Glocke Die erste Runde der Mannschaftsmeisterschaft von Ravensburg-Lippe

In der A-Klasse: Gütersloh-Rhedaer Spielgemeinschaft gegen Bielefelder Schachklub: Schon gleich im ersten Serienspiel treffen die vereinigten Gütersloher und Rhedaer auf den langjährigen Meister in der A-Klasse, den Bielefelder Schachklub. Gegen diese Favoritenmannschaft günstig abzuschneiden, wird sehr schwer sein. Besonders gegen die ersten Bretter, wo Seitz, von Baudissin, Peppmöller, Schrickler und Schumer kämpfen werden Erfolge für Kretteck, Mathias, Esselbrügge, Dörmer, Holzner nur schwer werden. Aber auch Uhrmeister, Rumforth und Laufkötter werden auf ebenso starke Gegner treffen. Werden sich die hiesigen wie im letzten Kampf gegen die Bielefelder, in dem letztere ziemlich geschwächt antraten, mit einer knappen Niederlage aus der Begegnung ziehen, würde das schon einen Erfolg bedeuten:
In der B-Klasse: Gütersloh-Rheda gegen Schachverein Bad Oeynhausen…Gegen die Bad Oeynhauser einen Mannschaftssieg zu erringen, wird für die Vereinigten ebenfalls sehr schwer werden. Vielleicht bringen Krohn, von Recklinghausen, Schimmel, Moses, Pohlmann und Schomberg nach hartem Kampf knappe Siege mit nach Hause….

10.10.1935 Westfälische neueste Nachrichten : NS-Volksblatt für Westfalen : westfälische Zeitung : amtliches Organ der NSDAP und sämtlicher Behörden

Schach Neuigkeiten – Großkampf in Bielefeld

Am kommenden Sonntag beginnen in Ravensburg und Lippe die Mannschaftskämpfe der Abteilungen innerhalb der Ravensberger Schachvereinigung. Bielefeld ist für die erste Runde in allen Klassen der Austragungsort. In der A-Klasse treffen die vereinigten Abteilungen Gütersloher Schachverein und Rhedaer Schachverein auf den Altmeister Bielefelder Schachklub. Wenn auch durch den Zusammenschluss der Gütersloher mit den Rhedaern ihre Spielstärke erheblich verstärkt ist, so wird diese doch nicht ausreichen, dem Altmeister den Sieg zu nehmen…

15.10.1935 Die Glocke Bericht über die Mannschaftskämpfe

1.Runde um die Ravensberger Mannschaftsmeisterschaft

In der A-Klasse hatten die (mit Rheda vereinigten)  Gütersloher gegen den Bielefelder Schachklub schon im Voraus keine Gewinnaussichten, dass aber die Niederlage so hoch ausfallen würde, hatte man nicht erwartet. Uhrmeister gelang es in prächtigem Kampf, den einzigen Gewinnpunkt zu erringen, und Ramforth erkämpfte ebenso tapfer ein Unentschieden….Mit 1 ½ - 6 ½ Punkten mussten sie die Gütersloh-Rhedaer von dem mehrfachen Mannschaftsmeister geschlagen bekennen.
Die Einzelergebnisse siehe pdf: Von Rheda dabei Mathias mit Niederlage gegen von Baudissin,  Uhrmeister mit Sieg gegen Thumler, Laufkötter mit Niederlage gegen Garwoda. …

Die B-Klasse hielt sich sehr lange gegen den Oeynhausener Schachverein, und es sah sehr nach einem Unentschieden aus. Erst nach fünfstündigem Kampf kamen die Badestädter zum schwer errungenen Siege.
Die Einzelergebnisse der B-Klasse aus Rhedaer Sicht: Krohn mit Niederlage, von Recklinghausen mit Niederlage, Moses mit Niederlage

01.11.1935    Gütersloher Zeitung     Vorbericht zu Mannschaftskampf und Fusion in Gütersloh

Der mit Spannung erwartete Lokalkampf in den Spielen um die Ravensberger Mannschaftsmeisterschaft findet am Sonntag im Spiellokal des Schachvereins statt. Besonders ist man auf den Ausgang des interessanten Treffens gespannt, denn in der ersten Runde mussten beide Vereinsmannschaften in Bielefeld hohe, sogar mit denselben Ergebnissen, Niederlagen mit nach Hause bringen. Da die Vereinigten an zwei Brettern sogar Ersatz stellen müssen, kann den Königsspringern ein ziemliches Plus gegeben werden. Hoffen wir nun, dass die beste Kampfmannschaft nach bestimmt schwerem Spiel den Sieg erringt. Und in der nachfolgenden Aufstellung wird gespielt: Schachverein mit Rheda gegen Königsspringer: …Krohn – G. Reiling; von Recklinghausen – Droop, Schimmel – Knüppel, Moses – Keller, Viering – B. Gollenbeck, Kothe – Ruhenstroth. 

 

Gruppenversammlung in Gütersloh
Zum nächsten Jahre nur noch ein Gütersloher Groß-Schachverein, Knüppel der neue Gruppenleiter

Zu der Gruppenversammlung der Gütersloher und Rhedaer Schachvereine, die vom Kreisleiter Peppmöller-Bielefeld einberufen war, hatten sich die Spieler zahlreich eingefunden. Nach kurzer Begrüßungs-Rede des Kreisleiters dankte er zunächst mit Worten der Anerkennung dem auf eigenen Wunsch zurückgetretenen bisherigen Gruppenleiter W ,Esselbrügge für dessen umfangreiche und stets mühevolle langjährige Arbeit. Dann berief der Kreisleiter Knüppel von den Königsspringern zum Ortsgruppenleiter. Anschließend behandelte er dann die Verordnung, dass nur ein Schachverein am Orte bestehen kann, sehr ausführlich. Besonders ist man bei dieser Neuordnung von verwaltungs- und spieltechnischen Gründen ausgegangen. Jedoch können am Ort Spielabteilungen gebildet werden. Nach anregender Aussprache  war man in diesem wichtigen Punkt der Gütersloher Schachgeschichte soweit übereingekommen, dass in absehbarer Zeit (sehr wahrscheinlich nach Austragung der jetzigen Spielserie) die Verordnung in die Tat umgesetzt wird. Mit den weiteren mannigfaltigen Vorbereitungen beauftragte dann der Kreisleiter den Gruppenleiter und dieser verpflichtete sich voll und ganz für ein Gelingen des in letzter Zeit mächtig im Bezirk emporgekommenen königlichen Spiels einzusetzen. 

 

09.11.1935 Die Glocke Vorbericht zu Mannschaftskampf
Ravensberger Mannschaftskämpfe in der A-Klasse
Im weiteren Turnierkampf um die Ravensberger Meisterschaft der A-Klasse empfangen Sonntag die Spielgemeinschaftler Rheda-Gütersloh die spielstarken Rotweißen aus Bielefeld. Da es im letztjährigen Turnierspiel eine empfindliche Niederlage für die Gastgeber gab, hat man sich diesmal eine Revanche vorgenommen, und da einige Bretter bedeutend verstärkt sind, sind auch ziemliche Aussichten zum Gewinn gegeben. Da aber andererseits auch der Gegner mit starkem Siegeswillen die Fahrt nach Gütersloh antritt, ist mit spannenden und interessanten Turnierkämpfen zu rechnen, und wir wünschen zum Schluss des Hiesigen nach der Niederlager in der ersten Runde diesmal einen knappen Erfolg. Die Brettbesetzungen sind (die Bielefelder zuerst genannt): 1. Brett W. Brinkhoff – Kretteck; 2- Brett Tempelmeier – Mathias; 3. Brett G. Brinkhoff – Esselbrügge; 4. Brett Feldmann – Dörnen, 5. Brett Krings – Hußner; 6- Brett Tewles - Uhrmeister; 7. Brett West – Ramforth; 8. Brett Beckmann – Laufkötter. 

14.11.1935 Die Glocke - Ravensberger Mannschaftskämpfe in der A-Klasse

Ravensberger Mannschaftskämpfe in der A-Klasse

Die Gütersloh-Rhedaer Mannschaft von Rot-Weiß 3:5 besiegt

ZU dem angesetzten Turnierkampf um die Mannschaftsmeisterschaft von Ravensberg in der A-Klasse traten die obigen Mannschaften mit einigen Ersatzspielern an. Zum Kampfverlauf ist besonders zu bemerken, dass um jeden Punkt zäh und hartnäckig gekämpft wurde. Hätten nicht die hiesigen Spitzenspieler an den ersten drei Brettern ihre Partien sämtlich verloren, wäre ein Unentschieden sicher erreicht worden. So aber konnten die Bielefelder nach gut fünfstündigem Kampf den Mannschaftssieg mit nach Hause bringen. 1 Brett Tempelmeier (Rotweiß) – Kretteck Gütersloher Schachverein. Gegen das Damengambir des Rotweißen wählt Kretteck seine königsindische Spezialverteidigung. Leider unternimmt Kretteck den wohl wichtigen Vorstoß f7-f5 zu früh und kommt so in entscheidenden Stellungsnachteil. Er verliert dadurch am Damenflügel mehrere Bauern, die für ihn die Niederlage bedeuten. Im 36. Zuge muss Kretteck die Partie aufgeben. 2. Partie Matthias (Rheda) – Brinkhoff (RW). Der Rhedaer setzt sofort nach der Eröffnung mit scharfen Angriffen auf den Damenflügel ein. Plötzlich verliert Weiß einen Bauern und der Angriff ist abgewehrt. Nach schwerem Kampf gewinnt Weiß die Qualität, dafür hat aber der Gegner zwei bedrohlich starke Freibauern erhalten. So muss Matthias später die Qualität zurückgeben und kommt selbst in Verluststellung. Trotzdem Weiß noch sehr geschickte Fallen stellt, findet Schwarz stets die richtigen Gegenzüge und gewinnt schließlich die Partie. – 3. Brett Feldmann (RW) – Dörnen (Gütersloh) Schon im Eröffnungskampf kommt Schwarz infolge ziemlicher Unkenntnis in fühlbaren Nachteil. Sofort vereinfacht der starke Gegner die Stellungen und im Endspiel ist er sicherer Sieger. 4. Brett Hußner (Gütersloh) – Krings (RW). Der rotweiße verteidigt sich französisch. Weiß kommt nach schwerem Kampf in entschiedenen Stellungsvorteil. Er gewinnt mehrere Bauern. Nur durch das zähe Spiel des Rotweißen dauert es noch lange,  bis Hußner zum längst fälligen ersten Erfolg kommt. 5- Brett Riptow (RW) – Uhrmeister (Wiedenbrück). Hier gibt es den zähesten Punktekampf. Nach 5 Stunden sind die Stellungen noch ziemlich ausgeglichen. Eine Pause wird eingelegt. Nach Wiederaufnahme des Kampfes einigt man sich auf Unentschieden, da die Rotweißen im Gesamtergebnis nicht mehr einzuholen sind. Sonst hätte Uhrmeister noch bis zum letzten weitergekämpft. 6. Brett Ramforth (Gütersloh) -Tewes (RW) In einem Damengambit gewinnt Ramforth schon kurz nach der Eröffnung einen Bauer und hat die bessere Stellung. Nur durch besonders zähes Spiel des Rotweißen dauert es noch fast fünf Stunden, bis hier der Kampf in überlegener Stellung für Ramforth gewonnen ist. 7. Brett Beckmann (RW) – Laufkötter (Rheda). In diesem Damengambit kommt Laufkötter schon früh in eine schwierige Stellung. Trotzdem er sich wohl noch eine Zeit halten kann, drängt der Gegner sehr stark und kann zum Schluss den Rhedaer in feiner Weise mattsetzten. 8. Brett Krohn (Rheda) -  Kobusch (RW). Auch hier gibt es ein Damengambit. Nach ausgeglichenem Eröffnungsspiel hält Krohn völlig die Stellung, und schon im 24. Zug gibt man den Kampf nach weiterem Figurentausch unentschieden auf. Für Krohn als Ersatzspieler eine gute Leistung. 

19.11.1935 Die Glocke
Schachklub Bielefeld schlägt Gütersloh-Rheda 6:0

Mit nur fünf Spielern und dazu noch mit Ersatz mussten die Gütersloher die Fahrt nach Bielefeld antreten. So kann auch nicht überraschen, dass man beim starken Gegner nicht einen Punkt erringen konnte. Die Ergebnisse: 1. Brett: von Recklinghausen – Siemer (Bielefeld zuletzt genannt) 0:1; 2. Brett Pohlmann-Witte 0:1; 3. Brett: Schomberg – Brantsiek 0:1; 4. Brett Kothe – Illmann 0:1; 5. Brett Schlömann – Frewert 0:1

19.11.1935 Westfälische Nachrichten  Um die Meisterschaft von Ravensberg

In der B-Klasse schlägt der Schachklub die Gütersloh-Rhedaer 6:0
In den Kämpfen um die Mannschaftsmeisterschaft von Ravensberg war die B-Mannschaft des Bielefelder Schachklubs den Gütersloh-Rhedaern völlig überlegen und mit einer Niederlage von 6:0 (einen Kampf gewann der Klub kampflos) musste die Gäste die Heimreise antreten. Einzelergebnisse siehe vorherigen Bericht)

19.11.1935 Die Glocke  Vorschau

Zwei Kämpfe am Bußtag in Gütersloh

Kampf in der A-Klasse Herford – Gütersloh-Rheda
In diesem Spiel haben die Gütersloh-Rhedaer die Chance, zum Mannschaftssieg zu kommen. Wir wollen hoffen, dass es diesmal endlich eintrifft, denn die Herforder können in diesem Jahre nicht die vorigjährige starke Mannschaft stellen. Die Paarungen sind: 1. Brett Kretteck – Hilmer, 2. Brett Mathias – Malachewitz, 3. Brett Esselbrügge – Karpowitsch, 4. Brett Dörnen – Schwartze, 5. Brett Hußner – Uphoff, 6. Brett Uhrmeister – Plöger, 7. Brett Ramfoprth – Sondergelt, 8. Brett Laufkötter – Noltefuhlmann.

22.11.1935 Die Glocke Bericht zum Spiel gegen Herford

Gütersloh-Rheda verlor gegen Herford 1:7 Dieses A-Klassen-Siel stand für die Gütersloher wieder unter einem ungünstigen Stern. Trotzdem zwei Ersatzspieler eingesetzt werden mussten, hatte man mit solch einer hohen Niederlage nicht gerechnet. Damit sind die hiesigen fast an das Tabellenende gekommen, und den einzigen noch ausstehenden Kampf gegen Lippe müssen die Gütersloher für sich entscheiden, wenn sie nicht das Schlusslicht der Tabelle zieren wollen. Die Einzelergebnisse sind (Herford zuerst genannt, und die Rhedaer Spieler fett) 1. Brett Hilmer-Kretteck remis, 2. Brett Kerpowitz – Mathias 1:0; 3- Brett H. Uphoff – Esselbrügge 1:0; 4. Brett Schwarze – Dörnen remis, 5. Brett W. Uphoff – Uhrmeister 1:0, 56- Brett  Gondergelt  -Ramsforth 1:0, 7. Brett Stabel - Kothe 1:0, 8. Brett Meier – Noltekuhlmann 1:0.

30.11.1935 Die Glocke Vorbericht

Mannschafts-Meisterschaften von Ravensberg Lippe

Letzte Runde in der A-Klasse
Mit zwei Punktekämpfen wird Sonntag in Herford in der A-Klasse die letzte Runde ausgespielt. Die Güterloh-Rhedaer reffen dort auf die Lippische Mannschaft. Hier müssten sich die Hiesigen besonders anstrengen, wenn sie wenigsten im letzten Spiel zu einem Siege kommen wollen. Denn beide Mannschaften haben bis jetzt empfindliche Niederlagen einstecken müssen und bilden den Schluss in der Tabelle. Nachdem nun die Spielgemeinschaft im letzten Spiel recht unglücklich verlor, wird die bestimmt alles herausholen und mit der wahrscheinlich stärksten Mannschaft: Kretteck, Mathias, Esselbrügge, Dörnen, Hußner, Uhrmeister, Ramforth und Laufkötter einen Sieg mit nach Gütersloh bringen.

04.12.1935 Die Glocke Gütersloh-Rheda verliert gegen Lippe

Gütersloh-Rheda verliert gegen Lippe 3 ½ : 4 ½.

Nun haben auch die hiesigen in ihrem letzten Spiel eine knappe Niederlage mit nach Haus nehmen müssen und stehen somit am Tabellenende. Die Hauptschuld lag daran, dass die Fahrt nur mit sieben Spielern angetreten werden konnte. Hierdurch konnte der gleichstarke Gegner mühelos in Führung gehen und wurde zum Schluss auch nur dadurch Mannschaftssieger. … Mathias fand wieder ausgezeichnet am 2. Brett gegen Häfner im Damengambit. In der besten Stellung setzte er wieder falsch fort, kam in Nachteil und konnte das Endspiel nicht mehr halten. Bei richtigem Spiel wäre hier ein Punkt für Gütersloh sicher gewesen…Uhrmeister konnte durch eine Kombination eine Figur und damit die Partie gewinnen….

06.12.1935 Die Glocke „Vorschau“

Die letzten Punktekämpfe in allen Klassen
Mit  vier zum Teil entscheidenden Punktekämpfen werden Sonntag die Mannschaftsmeisterschaften in Ravensberg-Lippe zum Abschluss gebracht…
In Gütersloh finden zwei Kämpfe statt. B-Klasse: Gütersloh-Rheda  - Eckbauer Bielefeld. In diesem letzten Spiel der Gütersloher fällt die Entscheidung, ob Eckbauer Bielefeld oder Königsspringer Klassensieger werden und in die höchste Klasse aufsteigen. Da die Spielgemeinschaft bislang noch keinen Sieg erringen konnte, wird man sich im Schlusskampf besonders anstrengen, um zum Erfolg zu kommen. Und sollte dies bei stärkster Mannschaft gelingen, hätte die Spielgemeinschaft damit dem Lokalverein den Weg zur Meisterschaft frei gemacht. Da auch die Bielefelder sich der Schwere des Kampfes bewusst sind, gibt es für die Gütersloher Schachgemeinde die Gelegenheit, den „Entscheidungskampf“ bis zum Schluss zu verfolgen. 

11.12.1935  Westfälische Zeitung : Bielefelder Tageblatt Endstand in Tabellen 

Der Schlussstand in der ersten Klasse:

… 5. Gütersloh-Rheda 9:23 Punkte
In der B-Klasse steigt Eckbauer Bielefeld auf
Im letzten Spiel gegen die Spielgemeinschaft Gütersloh-Rheda in Gütersloh hatten die Bielefelder keine schwere Aufgabe. Denn die Gütersloher traten nur mit vier Mann an, die aber nur schwer zu schlagen waren. So verlor Thara gegen Krohn-Rheda zuerst die Qualität und später noch eine Figur und damit die Partie…

17.12.1935 Westfälischen Nachrichten : Bielefelder Zeitung

Ostwestfalens Schachführer tagen
Der Kreisgeschäftsführer konnte der Versammlung den Verbandsleiter und den neuen Kreisleiter Deppe (Bielefeld) vorstellen (Peppmöller war zuvor zurückgetreten)….an dessen Seite…als Pressewalter Friedrich Mathias (Bielefeld) fungieren.