Das Jahr 1936

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17.02.1936 Die Glocke 

Um die Westfälische Mannschaftsmeisterschaft
Die Mannschaftskämpfe des Landesverbandes haben immer, sogar über Westfalen hinaus, größtes Interesse gefunden. Es ist die große und gewaltige Heerschau der Spitzenspieler aller Kreise, die große Prüfung für die alten und die jungen Talente. Sie geben aber auch Zeugnis von der Arbeit und der Auf- oder Abwärtsentwicklung innerhalb der Bezirke des Verbandes. In diesem Jahr gewinnen die Kämpfe durch das bevorstehende Olympia eine besondere Bedeutung; denn die beiden Endspielgegner werden in München um die höchste Würde des Westfälischen Schachbundes ringen. ….
In Rheda findet der Kampf Ravensberg/Lippe – Schachkreis Hamm im Hotel Allerbeck statt. Mannschaftsaufstellungen und Einzelheiten geben wir noch bekannt….

26.02.1936 Die Glocke    „Start des Meisterturniers von Ravensberg-Lippe“

Schon Sonntag (1. März) beginnt in Bielefeld im Hotel Krone das Kreismeisterturnier 1936 mit der Rekordbeteiligung von 16 Spitzenspielern. Diesem mit Spannung erwarteten Meisterturnier kommt insofern eine außerordentliche Bedeutung zu, als der Sieger außer dem Gewinn des Ehrenpreises des Kreises, eine der neuen Schachuhren aus einem Werk, noch die große Chance hat, den ravensberg-lippischen Kreis als Meister an dem westfälischen Schachkongress auf dem Schacholympia in München im August zu vertreten….Es kämpfen in Gruppe I …. 6. Fr. Mathias-Rheda….Bei dieser starken Spielergarde kann man wirklich gespannt auf den Ausgang der Kämpfe sein. Hier einem besondere Chancen einzuräumen, hieße die anderen Teilnehmer in ihren Aussichten zurückzusetzen, denn hier hat jeder Siegesaussichten, und damit wird die ravensbergisch-lippische Schachgemeinde die schönsten und spannendsten Partien zu sehen bekommen. Ob sich noch die alte. Erfahrene Meistergarde gegenüber dem Ansturm der jungen Nachwuchsspieler behaupten wird, bleibt abzuwarten. Besonders ist die heimische Schachgemeinde auf den Start von Krettek und Ruhenstroth gespannt. Denn seit langen Jahren nehmen außer dem vorigjährigen Zweiten, Fr. Mathias-Rheda, der sich in manchen harten und großen Turnieren bewährt hat, wieder Gütersloher Spitzenspieler teil….Wir wollen hoffen, dass das hiesige Kleeblatt mit schönen Erfolgen heimkehren wird….als erster Ersatzspieler ist von der Kreisleitung der starke Wiedenbrücker Uhrmeister zu den kämpfen aufgestellt worden. Ein erfreuliches Zeichen für die Spielstärke der hiesigen Vereine.

18.03.1936 Die Glocke   Um die Westfalenmeisterschaft

Ravensberg-Lippe schlägt Schachkreis Hamm 9,5:1,5

Im Kampf um die Meisterschaft von Westfalen wurde Sonntag die erste Runde ausgetragen. Neben den Begegnungen der übrigen Kreismannschaften trafen in Rheda die Mannschaften von Hamm und Ravensberg-Lippe zusammen. So trag dann auch die Ravensberger Kreismannschaft in vollständiger Besetzung an, während die Hammer mehrere Ersatzspieler stellen mussten. Trotzdem kamen die zahlreichen Zuschauer voll und ganz auf ihre Kosten, denn bei solchen ausgefuchsten Kreisspielern sind selbst die notwendigen Ersatzspieler stets des übrigen gleichzustellen… (es war keine Spieler aus Rheda dabei, darum sparen wir uns die Spielberichte)…

28.05.1936 Die Glocke

Abschluss der Meisterschaftskämpfe von Ravensberg

Kreismeister: Peppmöller-Bielefeld
Mit Hochspannung begannen in allen Gruppen die Schlusskämpfe der Einzelmeisterschaften im Schachkreis Ravensberg-Lippe. Gleich nach Freigabe der Bretter setzten die Spiele mit ganzer Schärfe ein, so dass Kiebitze und Spieler voll auf ihre Kosten kamen….
In der 2. Endgruppe gab es wieder, wie in der ersten Endrunde , nur unentschiedene Kämpfe….
Mathias-Rheda wehrte alle Angriffe von W. Brinkhoff-RotWeiß Bielefeld mit Umsicht ab. Nach Ablauf der vierstündigen Spielzeit wurde das Turm-Bauernendspiel zwangsläufig unentschieden….
In der 4. Endrunde siegte Uhrmeister-Wiedenbrück mit den schwarzen Steinen gegen West-RotWeiß Bielefeld. …
Schlussrunde…Uhrmeister stand lange Zeit gegen Tempelmeier gut. Jedoch später kam Uhrmeister in Nachteil und musste trotz zäher Gegenwehr seinem starken Gegner den Sieg überlassen….Schrickler wählte die Albins-Gegen-Variante im Schlusskampf gegen Mathias. Nach der Eröffnung wollte Schrickler das Läuferpaar durchaus erhalten, und die böse Folge war für Schrickler der Damenverlust; denn sofort opferte Mathias in geschickter Kombination beider Springer die Verbindung mit Schachgebot, und die feindliche Amazone war gewonnen. Danach versuchte Schrickler noch zäh weiterzukämpfen, wurde aber später vom Gegner mattgesetzt. Damit holte sich Mathias den Gruppensieg und den fünften Platz in der Ravensberger Mannschaft….

13.07.1936 Die Glocke – Rangliste von Ravensberg-Lippe

Nach Erledigung aller Partien ist jetzt vom Kreisobmann Deppe-Bielefeld nachfolgende amtliche Mannschaftstabelle des Schachturners Ravensberg-Lippe bekanntgegeben worden:…6. Mathias – Rhedaer Schachverein….14. Uhrmeister Rhedaer Schachverein…Um nun den Spielern Gelegenheit zur Erreichung eines höheren Platzes innerhalb der Mannschaft zu geben, werden in nächster Zeit Herausforderungskämpfe beginnen, die über jeweils zwei Partien gehen. Der Herausforderer muss aber 1 ½ Punkte erspielen, wenn er seinen Platz verbessern will. Die Kämpfe müssen beim Kreisobmann angemeldet werden, genaue Bestimmungen gehen den Vereinen zu. Nachdem nun der Gütersloh-Rhedaer Bezirk bereits an den ersten Brettern vertreten ist, werden auch die Nachwuchsspieler die Gelegenheit wahrnehmen, sich weiter nach oben zu kämpfen. 

12.09.1936 Die Glocke Vorbericht

Schachwettkampf Westfalen-Niederrhein
am Sonntag auf Schloß Burg a.d. Wupper

Sonntag, 13. September findet nun der große Schachwettkampf der Landesverbände Westfalen und Niederrhein auf Schloß Burg an der Wupper statt. Das Interesse für diesen ersten Großkampf der beiden Nachbarverbände ist bei den Schachspielern Westfalens und denen vom Niederrhein außerordentlich groß.
Da es der erste Kampf zwischen obigen Landesverbänden ist, wäre es müßig, auch nur in etwa über den Ausgang des Wettstreits Voraussagen zu treffen. Fest steht aber, dass beide Landesverbände ihre beste Mannschaft in den Kampf schicken werden. Für den Landesverband Westfalen hat Bundesspielleiter H. Bauer-Dortmund nachfolgende Mannschaft:….Ersatzspieler Fr. Mathias-Rheda…
Alles in allem wird es aber ein Kampf, auf dessen Ausgang die westdeutsche Schachgemeinde sehr gespannt ist. 

23.09.1936 Die Glocke – Blitzturnier im Rhedaer Schachverein

Die Zeit der Spielruhe vom Turnierspiel ist wieder vorüber. In einiger Zeit beginnen wieder die Mannschaftsmeisterschaften im Schachkreis Ravensberg-Lippe. Hierzu hat auch der Rhedaer Schachverein eine erste Mannschaft aufgestellt und bereits gemeldet. – Um die Mannschaftsmitglieder in die richtige Form zu bringen, beginnen bereits die Vereinsmeisterschaftskämpfe am Samstag, den 03. Oktober. In Hin- und Rückspielen werden die Spieler die Klingen kreuzen. Dem Sieger winkt als Ehrenpreis ein schönes Diplom und ein Buchpreis. Die weiteren Spieler erhalten ebenfalls ein Buch als Ehrenpreis von der Vereinsleitung. Die Auslosung zum Turnier und Austeilung des Runden-Spielplans erfolgt am kommenden Samstag. Schachfreunde, die bislang einem Verein nicht angehören, können sowohl am Vereinsturnier wie am Blitzturnier teilnehmen. Anmeldungen müssen schriftlich bei W. Strenger bis Samstag, 20.30 Uhr, abgegeben sein. Das Vereins-Blitzturnier beginnt am Samstag 20.30 Uhr. Der Sieger ist Vereins-Blitzmeister von 1936 und erhält als preis ein künstlerisches Ehrendiplom. Die Mitglieder der Mannschaft von Ravensberg, Fr. Mathias und B. Uhrmeister haben demnächst Herausforderungskämpfe anzutragen. 

06.11.1936 Mannschaftskämpfe um die Meisterschaft des Kreises Ravensberg-Lippe beginnen - Rheda kann keine Mannschaft melden

Mannschaftskämpfe im Schach waren noch vor einem Jahrzehnt ein unbekannter Begriff. Das Schach galt als aristokratisches Spiel, in dem der Kampf Mann gegen Mann nach alter Ritterweise gepflegt wurde. Heute aber bedeuten die Mannschaftskämpfe immer den Höhepunkt der Schachsaison, da hier nicht nur die Spitzenspieler, sondern die gesamten Jünger des Schachs antreten. Im vorigen Jahr wurden die Kämpfe um die Mannschaftsmeisterschaft des Kreises Ravensburg-Lippe noch in mehreren Klassen durchgeführt. Dieses Spielsystem hat sich inzwischen als nicht besonders praktisch erwiesen. Man hat daher jetzt auch im Kreis Ravensburg-Lippe ganz davon abgesehen, und es wird nur noch in einer Klasse, und zwar in Zehnermannschaften, gespielt. Im ganzen wurde zu den am kommenden Sonntag beginnenden Kämpfen acht Mannschaften mit insgesamt 80 Spielern gemeldet, zu denen noch die erforderlichen Ersatzleute treten. Eine ansehnliche Zahl also, die für die wachsende Volkstümlichkeit des königlichen Spiels Zeugnis ablegt….Der Rhedaer Schachverein kann leider eine Zehnermannschaft nicht aufbringen. Hier spielen mehrere Spieler in den anderen Vereinen die Kämpfe mit.